KULTURSALON 44

Dialog und Spannung
Der Künstler Mehmet Güler zu Gast beim Kasseler Kultursalon
7. Dezember 2014, 16.30 Uhr im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

 

Dirk Schwarze im Gespräch mit Mehmet Güler

Musik:
Duos für Geige und Cello über türkische Volksweisen
Elvan Schumann, Geige
Manfred Schumann, Cello

44_01Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Habutués unseres Salons, liebe Freunde von Mehmet Güler seien Sie herzlich willkommen in unserem 44. Kultursalon, dem letzten dieses Jahres. Ganz besonders gilt es natürlich unsere besonderen Gäste des Abends, Mehmet Güler und sein Frau Miriam, sowie das Musiker Ehepaar Elvan und Manfred Schumann, die uns mit Musik auf diesen Abend einstimmen und begleiten werden, zu begrüßen, und natürlich Dirk Schwarze, der das Gespräch mit Mehmet Güler führen wird. Da heute viele neue oder seltene Gäste gekommen sind, möchte ich Ihnen doch etwas über unseren Kasseler Kultursalon erzählen.

Gegründet wurde er 1998, von Renate Matthei und Waltraud Wesselmann. Inzwischen sind in der ganzen Republik Salons wieder in Mode gekommen, aber hier in Kassel hat sie wohl begonnen, die Tradition moderner Salons. Es ist eine altmodische Einrichtung, die es ermöglicht, interessante kulturelle, politische und gesellschaftliche Fragen der Gegenwart in einem altmodischen Rahmen zu betrachten, und sich so im Spannungsfeld von Tradition und Moderne zu bewegen. So hat auch unser heutiger Salon den Titel: Dialog und Spannung. Seit dem ersten Salon sind wir auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Unsere Themen sind vielfältig und weit gestreut.  So haben wir in den 16 Jahren über Beberbeck, Kulturförderung, Kassler Familien, wie die Rosenzweigs, Literatur gesprochen, über Musik, Luise Greger ist in diesem Salon musikalisch wieder auferstanden, oder die Kasseler Musiktage und ihr künstlerischer Leiter waren zu Gast bei uns, über Stadtplanung haben wir diskutiert mit Christian Kopetzki, oder dem Büro Speer aus Frankfurt und ihr Konzept für die MHK. darstellende Kunst mit Hildegard Schwarz, oder Penny Yassour, Documentakünstlerin und Bode Preisträgerin oder eben heute Mehmet Güler oder, sie alle und viele andere haben wir eingeladen.  Und immer in ungezwungener Atmosphäre, hier können Sie sich untereinander über das Gehörte austauschen, mit Künstlerinnen und Künstlern, mit kreativen Menschen unserer Stadt ins Gespräch kommen. Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von:
• Dem Kasseler Kulturform
• Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
• den vier Kasseler Verlagen: Furore, Euregio, Merseburger und pan Verlag
Und seit drei Jahren ist auch artisan dabei. Irgendwie sind wir auch ein bisschen stolz auf diese lange Tradition, die uns heute den 44. Kasseler Kultursalon beschert. Und da wir die Kultur in Kassel nicht nur unterstützen und gestalten, sondern auch an ihr teilnehmen, gehen wir auch jedes Jahr ganz brav zur Verleihung des Kasseler Kulturpreises sowie vor einigen Tagen auch.  Wir freuen uns immer mit den Geehrten und fragen uns dennoch, jedes Jahr aufs Neue, sind wir zu alt für den Preis, zu etabliert, zu traditionell?

v. l. Elvan Schumann (Violinistin), Mehmet Güler (freischaffender Künstler), Dr. Eva Schulz-Jander (Vorstand Kasseler Kultur Forum), Renate Matthei (Verlegerin), Dirk Schwarze (Vorsitzender documenta-Forum), Manfred Schumann (Cellist)
v. l. Elvan Schumann
(Violinistin), Mehmet Güler (freischaffender Künstler),
Dr. Eva Schulz-Jander (Vorstand Kasseler Kultur Forum), Renate Matthei (Verlegerin), Dirk Schwarze (Vorsitzender documenta-Forum), Manfred Schumann (Cellist)

Die Antwort haben wir noch nicht gefunden. Aber offene Fragen sind ein Teil unserer Salonkultur. So jetzt aber zu unserem heutigen Salon.  Eingeladen haben wir Mehmet Güler, Maler, Grafiker und Buchillustrator. Mehmet ist kein Unbekannter in Kassel, und ich werde Ihnen Mehmet Güler auch nicht vorstellen, über ihn, sein Werk, seinen Schaffensprozess werden Sie im Gespräch mit Dirk Schwarze erfahren. Aber erlauben Sie mir noch einige Worte zu den Musikern zu sagen.

Elvan Schumann wurde  in Istanbul geboren. Mit zehn Jahren begann sie ihren Violinunterricht am Staatskonservatorium Istanbul. Nach ihrem Abschluss in Istanbul wechselte sie an die Hochschule für Musik in Detmold, wo sie ihre künstlerische Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Danach studierte sie Kammermusik und schloss auch dieses Studium mit Auszeichnung im Februar 2005 ab. Sie gewann Wettbewerbe und ist seit 2003 am Staatsorchester Kassel.
Manfred Schumann stammt aus Füssen im Allgäu und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren bei seinem Vater, später an der Musikhochschule Stuttgart.  Es folgte ein weiteres Studium in Karlsruhe. Es folgten verschiedene Meisterkurse. Von 1993 und 1995 war Manfred Schumann Mitglied des Schleswig-Holstein-Musikfestivalorchesters und 1996 Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Orchestermusiker in Baden-Baden. Seit 1995 ist er Mitglied des Staatsorchesters Kassel, seit 2004 als stellvertretender Solocellist.
Was erwartet sie heute Abend? Es erwarten Sie heute türkische Volksweisen eines zeitgenössischen türkischen Komponisten. Ein Gespräch zwischen Mehmet Güler und Dirk Schwarze. Ein selbstgemachtes und mit Liebe für Sie vorbereitetes und Buffet und viele gute Gespräche. Und beim Büffet können Sie sich mit unserer eigenen kleinen Galerie, unser Salongeschichte die Zeit vertreiben und mehr über unsere 44 Salons erfahren. Genießen Sie den Abend. Noch etwas: falls Sie sich gewundert haben über meine sehr sichtbaren grünen Strümpfe, dann wollte ich damit noch ein Stück türkische Alltagskultur in den Salon der Hochkultur bringen. Erworben wurden sie auf einem echten türkischen Markt in Berlin. Wir sind eben türkisch all around. Viel Freude und viele neue Erkenntnisse, das wünschen wir Ihnen für den heutigen Abend. Und nun Musik und dann zu Dirk Schwarze und Mehmet Güler.