KULTURSALON 31

Kasseler Musiktage 2008:
INNENAUSSENINNEN In doppelter Wirklichkeit
27. September 2008 im Furore Verlag, Naumburgerstr. 40, Kassel, 19.30 Uhr

 

Vortrag
Dr. Dieter Rexroth

Musik
Birke Bertelsmeier

Dr. Dieter Rexroth zählt seit vielen Jahren zu den angesehensten und innovativsten Persönlichkeiten im Musikleben im gesamten deutschsprachigen Raum. Sein Name steht zwar vor allem für das Musikleben, er ist aber ebenso ein Sprachkünstler.

Ks_31Das Thema der diesjährigen Kasseler Musiktage, die vom 30. Oktober bis zum 23. November statt finden, lautet: „INNENAUSSENINNEN In Doppelter Wirklichkeit“ und der einführende Text beginnt: „Das Leben eines jeden Menschen spielt sich in unendlich vielen Wirklichkeiten ab.“ Wer von uns fängt nicht gleich an zu träumen bei diesem großartigen Satz? Neben der Welt der Tatsachen gibt es die der Träume und Ideen, Ängste und Visionen, Ahnungen und Erinnerungen, Hoffnungen und Wünsche in der wir leben. Seit 2001 ist Dieter Rexroth in Berlin, wo er mit großem Erfolg neue programmatische Akzente im Musikleben der Stadt setzte. In der Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Kent Nagano gelang es ihm, altbekannte Werke in neues Licht zu tauchen und damit neues Publikum in die Konzerte zu holen. Von diesem Talent profitiert Kassel in besonderem Maße. Auf dem 31. Kasseler Kultursalon stellte Dieter Rexroth den Gästen die junge Komponistin BIRKE BERTELSMEIER in einem Gespräch vor, damit diese einen kleinen Einblick erhalten in die Werkstatt einer Komponistin. Dabei stellte sich die Frage: Ist Komponieren: „10% Inspiration – 90% Transpiration – Komponieren heute.“?

KULTURSALON 30

Beberbeck im Gespräch
07. Juni 2008 Villa Süßmuth, Am Bahnhof 3,
Immenhausen, 19.00 Uhr

 

Vortrag:
Vorstellung „Schloss Beberbeck Resort“
Wilfried Eckart, Geschäftsführer Besitzgesellschaft Beberbeck
Reaktion, Prof. Ingrid Lübke

Musik:
Barbara Gabler, Felix Krämer, Karoline Roth
Musik für drei Celli
Divertimento in D-Dur von Joseph Haydn

Rede anlässlich der Begehung des
30. Kasseler Kultursalons
Waltraud Wesselmann

Ks-30_HNA-10-6-2008„Verehrte Gäste, im Namen aller Mitwirkenden begrüße ich Sie ganz herzlich und danke Ihnen für Ihr Kommen. Das Thema unseres Salons heute heißt „Beberbeck im Gespräch“. Bevor wir uns dem Schloss Beberbeck zuwenden, möchte ich aber noch auf das ganz Besondere hinweisen, was diesen Abend und diesen Salon auszeichnet: Dieser Salon ist unser 30. Kultursalon. Und nicht nur das, unsere Salonkultur, unser Kultursalon feiert in diesem Jahr den 10. Geburtstag. Und Ende November 2008 kann auch das Kasseler-Kultur-Forum auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Gute Gründe und gar eine willkommene  erpflichtung, sich ein paar Gedanken und Erinnerungen über die zurückliegende Zeit hinzugeben.
Kultur- Salon? Salon-Kultur? Was ist das?“
> Lesen sie hier die ganze Rede. Artikel in der HNA 10.06.2008.pdf

Die Planungen für die Umgestaltung des Schlosses Beberbeck in ein Freizeit- und Tourismusresort sind seit einigen Jahren in vollem Gange. Aufgrund Ihrer Dimension und aufgrund der befürchteten Eingriffe in bestehende Öko- und Landwirtschaftssysteme erregen sie einen hohen Grad an öffentlicher Besorgnis. Mit Skepsis werden die geplanten Investitionen beobachtet und die Zerstörung einer einzigartigen Kulturlandschaft heraufbeschworen. Zugleich werden Fragen laut, wer denn das Geld wieder in die Region zurückbringen soll. Daneben stehen Visionen, die der Region eine neue Infrastruktur und Attraktivität sichern wollen. Zu einer märchenhaften Touristik-Landschaft mit zahlreichen familienfreundlichen Freizeitangeboten sowie einer Tagungs-, Golf- und Reitanlage ausgebaut, besitzt das Schlossgut Beberbeck mit seiner vortrefflichen Lage im Herzen Deutschlands das Potential Menschen aus allen Teilen des Landes anzuziehen. Der 30.ste Kultursalon hat sich dieser Kontroverse um Chancen und Risiken eines Groß-Projektes mit seinen verschiedenen Auswirkungen auf Land und Leute gewidmet. Gemäß dem Leitgedanken des Kultursalons, keine fertigen Konzepte, Werke oder Theorien vorzustellen, wurde ein thematischer Überblick geschaffen, den das Publikum mit einer angeregten Diskussion begleitete. Nachhaltigkeit versus regionale Entwicklung, touristische Leuchttürme oder sanfter Tourismus – am Ende der Diskussion stand die Frage eines Gastes an die Besitzgesellschaft Beberbeck: Geht es nicht auch ein bisschen kleiner?

KULTURSALON 29

Jüdische Stiftungen des 19. und 20. Jahrhunderts in Kassel
09. Dezember 2007, im Furore Verlag, Naumburgerstr. 40, Kassel, 19.30 Uhr

 

Vortrag
Frank Roland Klaube

Musik
Peer Schlechta

Ks_29Mit Werken von Erik Satie, György Kurtag, Ruth Schonthal und Erik Satie stimmte Peer Schlechta uns ein auf den Vortrag des Leiters des Stadtarchivs in Kassel, Frank Roland Klaube. Sein Vortrag über die „Jüdischen Stiftungen des 19. und 20. Jahrhunderts in Kassel“ schloss thematisch zwanglos an frühere Veranstaltungen zu ähnlichen Fragestellungen an. So wurde im 1. Salon die Frage gestellt „Wie privat kann Kulturförderung sein?“, im zweiten Kultursalon wurde darüber diskutiert, was kommunale Kulturförderung zukünftig noch leisten kann. Der 8. Kultursalon stellte mit Dr. Antje Vollmer, das neue Stiftungsgesetz vor: “Stiftungsgesetz schön und gut – Trotzdem brauchen wir mehr Mut“. In Kassel kennen wir alle die Bürgerstiftung, die 1999 auf Initiative der Kasseler Sparkasse gegründet wurde und inzwischen zahlreiche Zustiftungen aufweist. Mit dem heutigen Salon möchten wir Ihnen Mut machen, sich zu engagieren. Das kann auf vielfältige Weise geschehen: Sie können Zeit stiften, können zu den vielen Veranstaltungen, die in Kassel geboten werden, hingehen, Anderen ein Forum bieten, ihre Ideen und Produkte vorzustellen, oder Sie können selber stiften, hier helfen auch kleinere Beträge. In den alten jüdischen Weisheitssprüchen heißt es schon: „Wenn nicht ich – wer, und wenn nicht jetzt — wann.“ Kassel und die Region haben eine alte reiche Stiftertradition, eine Tradition des selbstbewussten, verantwortungsvollen Engagements von Bürgern für ihre Gesellschaft, daran knüpft die Kasseler Bürgerstiftung an. Herr Klaube gab uns am 9. Dezember einen Einblick in die Geschichte, d.h. in die Tradition der jüdischen Stiftungen des 19. und 20. Jahrhunderts.