KULTURSALON 34

Kasseler Musiktage 2009:
Haltet die Zeit!
26. September 2009 im Furore Verlag,
Naumburger Straße 40, Kassel, 20:00 Uhr

 

Haltet die Zeit!
Dieter Rexroth
Künstlerischer Leiter der Kasseler Musiktage

Antasten
Dieter Rexroth im Gespräch mit Dina Ugorskaja, Pianistin

Im Allgemeinen beginnt die Kultursaison in Europa im Herbst, und so eröffnet das Kasseler Kulturforum seine Salonsaison mit Blick auf die großen Ereignisse im Herbst, nämlich mit Dieter Rexroth, dem künstlerischen Leiter der Kasseler Musiktage, und einer jungen Musikerin, Dina Ugorskaja. Dina Ugorskaja ist eine gefragte Musikerin in der Musikszene und wir werden heute Musik hören, für die andere an anderen Orten viel Geld bezahlen müssen. Sie hat jedoch die Zeit gefunden, zu uns in den Kultursalon zu kommen und uns zu erfreuen mit ihrer eindrucksvollen Interpretation musikalischer Werke von Händel, Ustwolskaja und Schumann. Dr. Dieter Rexroth ist seit vielen Jahren im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt als eine der innovativsten Persönlichkeiten im Musikleben. Sein Name steht für interessante und überraschende Musikerlebnisse. Ebenso bekannt ist er aber auch für die poetischen Titel, die er für die Kasseler Musiktage findet. So in diesem Jahr: Haltet die Zeit. Wer möchte das nicht können? Proust oder Thomas Mann haben das Thema literarisch bearbeitet. „Oh Temps suspends ton vol, Zeit! Halte deinen Flug“, ruft der Dichter Alfonse de Lamartine in seinem Gedicht „Der See“, Arthur Honegger hat ein Lied mit dem Titel komponiert, aber ein ganzes Musikfestival unter diesen Titel zu stellen, darauf kommt eben nur Dieter Rexroth.

KULTURSALON 33

Das Kasseler Fotoforum stellt sich vor
27. Juni 2009 im Furore Verlag, Naumburger Straße 40, Kassel, 19.30 Uhr

 

Vortrag:
Michael Wiedemann, Dr. Bettina von Andrian
und Gerd Fenner vom Fotoforum

Musik:
Regine von Lühmann, Kontrabass
Barbara Gabler, Flügel und Gesang

Ks_33_01Es ist unser 33. Kultursalon, und über diese Zahl lohnt es sich vielleicht nachzudenken. Die 33 ist irgendwie ein krumme Zahl, keine Zahl, der wir eigentlich besondere Aufmerksamkeit schenken, so wie der 25, oder der 50 – alles ernste Zahlen für Jubiläen, Gedenkfeiern, üppige Geschenke. Die 33 jedoch, eine Primzahl, manche würden sogar Schnapszahl sagen, sie kommt sperriger als ihre edlen Schwestern und sogar etwas krumm daher. Ganz verschmitzt aber bringt sie Überraschendes und Unerwartetes, und Sie müssen schon zugeben, zumindest die Saloniers und Salonières, die bei vielen Salons unsere Gäste waren, dass wir immer wieder etwas Neues und Überraschendes in unserer Stadt entdecken und es Ihnen im Salon vorstellen. Hand aufs Herz, wie viele von Ihnen kannten das Kasseler Fotoforum vor dem 33. Kultursalon? Seit dem ersten Salon, 1998, sind wir auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Städtebauliche Prozesse haben uns schon des Öfteren beschäftigt, die Verwandlung von brachliegenden Industriebauten stellte uns Christian Kopetzki vor, das Konzept der Museumslandschaft lernten wir durch Jens Jacob Happ, Frankfurt und Dr. Micha Röhring, Kassel besser kennen. Ingrid Lübke und einige Studierenden ließen im 20. Kultursalon „Die 50er Jahre im neuem Licht“ erscheinen. Heute werden wir einen ganz anderen, aber ebenso spannenden Blick auf die viel geschmähten und belächelten 50er Jahre werfen.

KULTURSALON 32

KASSEL LEXIKON
08. Dezember 2008
in der Lagerhalle des Furore Verlags, Philippistraße, Kassel,
19.30 Uhr

 

Vortrag
Dr. Vera Lasch „Zur Entstehungsgeschichte
des Kassel Lexikons“

Musik
Rüdiger Spuck und Manuel Avila, Violine
Hartmut Steinmetz, Viola
Barbara Gabler, Violoncello und am Kontrabaß
Regine von Lühmann

Ks_32_01Fünf Musiker und Musikerinnen aus Kassel stimmten die geladenen Gäste mit höfischen Tänzen von Moritz Landgraf von Hessen ein auf die große Vorstellung des Kassel Lexikons – eine Vorab-Peak Show. Es wirkt fast wie ein Wunder in unserer Märchenstadt, dass dieses Lexikon, das vor ein paar Jahren kaum viel mehr als eine Idee war, sich zu einem ausgereiften Konzept entwickelt und nun unaufhaltsam seiner baldigen Veröffentlichung entgegenstrebt. Schon die Brüder Grimm setzten mit ihrem „Deutschen Wörterbuch“ und den „Gesammelten Deutschen Hausmärchen“ der Stadt ein Denkmal. Unser Kassel Lexikon steht in dieser Tradition, ist sozusagen die dritte Denkmalsäule der Stadt. Kasseler Bürger und Bürgerinnen haben sich dafür engagiert wollten, dass diese Idee Wirklichkeit wird. Das Lexikon umfasst die Geschichte der Stadt und ihrer Region vom Beginn der schriftlichen Überlieferung im 10. Jh. bis in die aktuelle Zeit hinein. In ca.1100 StichwörterKs_32_02n werden Personen und Institutionen, Stadtteile und Gewässer, historische, politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen zusammengefasst. Ein solches Opus magnum kann nur in disziplinierter Teamarbeit entstehen. Und so haben über 300 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Experten und Expertinnen verschiedenster Fachbereiche, selbstverständlich aus Liebe zum Thema recherchiert, gesammelt, und geschrieben und das erworbene Wissen auf Lexikonlänge reduziert. Aus Dankbarkeit an alle im Team widmen wir diesen 32. Kasseler Kultursalon dem Kassel Lexikon und wünschen ihm im Endspurt ein Fotofinish.