Rückschau

46. KULTURSALON

Johann Benjamin Groß (1809–1848)
Die Wiederentdeckung des großen Komponisten der Spohr-Zeit
6. Dezember 2015, 16.30 Uhr im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Eva Schulz-Jander im Gespräch mit Folckert Lüken-Isberner
über seinen Ururgroßvater Johann Benjamin Groß

Musik:
Johann Benjamin Groß
Rondo aus: Sonate für 2 Violoncelli
Ballade op. 26/4 für Violoncello und Klavier
Andante aus: Zwei leichte Duette für 2 Violoncelli
Sonate für 2 Violoncelli: Kasseler Erstaufführung

Barbara Gabler, Violoncello und Klavier
Felix Krämer, Violoncello

Das Werkverzeichnis von Johann Benjamin Groß ist geprägt durch seine Kompositionen für Violoncello.
Auf diesem Instrument  brillierte er als Solocellist in Gewandhauskonzerten in Leipzig ebenso wie später in Petersburg. Er trug 1846/47 entscheidend zur Etablierung der bis dahin in Petersburg wenig entwickelten Streichquartettkultur bei und schrieb damit Musikgeschichte.
In Leipzig musizierte Groß mit Clara Wieck und war kurzzeitig ihr Kompositionslehrer.

 

45. KULTURSALON

Die Franz-Rosenzweig-Gastprofessorin Doreet LeVitte zu Besuch beim Kasseler Kultursalon
12. Juli 2015, 12.00 Uhr im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Vortrag „Kunst und Kuratorin – ein Blick hinter die Kulissen“ von Doreet LeVitte

Musik:
Mel Bonis (1858–1937): Soir Klaviertrio op. 76
für Klavierquintett bearbeitet von Barbara Gabler

ManfrDi Wang, Klarinette
Wolfgang Bender, Violine
Barbara Gabler, Violoncello
Regine von Lühmann, Kontrabass
Florian Noack, Klavier

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Sonntag und freue mich, dass wir einen Teil dieses Tages zusammen verbringen können. Mein Name ist
Eva Schulz-Jander vom Kasseler Kulturforum und ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Sommersalon, dem 45. Kasseler Kultursalon.

Kassel, wie wir wissen, ist die Stadt der Künste und Kongresse,und wir kennen uns natürlich aus mit der Kunst, wir haben die documenta
und wissen alle ganz, ganz viel über das prima donnen — rätselhafte und oft auch unberechenbare Verhalten von Kuratoren. Und es gehört zum Konzept unseres Kasseler Kultursalon, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, und unseren Gästen ein Zwiegespräch mit der Kunst in all ihren Formen, und Stadien zu ermöglichen, daher haben wir heute, an diesem wunderbaren Sommertag Doreen LeVitt die diesjährige Rosenzweig-Gastprofesorin eingeladen mit uns ihre Erfahrungen hinter und vor den Kulissen zu teilen. Es ist mir und uns allen eine ganz besondere Freude, Dich, Doreet, heute bei uns begrüßen zu können. Willkommen hier.
Genau einem Jahr, am 12. Juli 2014,  verabschiedeten wir uns in die Sommerpause mit dem Salon, den Philip Bohlman der letzte Rosenzweig-Gastprofessor gestaltete und ich Ihnen versprach, dass unser Salon international, ja global wird. Philip Bohlman kam aus Chicago, Doreen LeVitt kommt heute zwar aus Berlin aber eigentlich kommt sie aus Tel-Aviv. Tel-Aviv – Berlin das hört sich doch ganz gut an.
Aber genug über die Vernetzung von Kunst, Kultur, und überhaupt, und einige Worte über unseren Salon. Der Kasseler Kultursalon war und ist, seit seiner Gründung 1998, auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Es sind nicht die fertigen Konzepte, die uns beschäftigen, sondern die Prozesse, das Offene, das noch Wandelbare, die Wege zum künstlerischen Objekt, ganz gleich ob es sich um Literatur, Malerei, oder Musik handelt. Und so ziemt es sich nahezu in unserer documenta-zentrierten Stadt, eine Kuratorin einzuladen, die ich Ihnen nun vorstellen möchte.
Nur einige Blitzlicher auf ihren beruflichen Weg. Doreet LeVitte Harten studierte Kunstgeschichte und vergleichende Religionswissenschaft in Jerusalem. Falls Sie die vergleichende Religionswissenschaft überrascht, denken Sie nur an Jerusalem, wo die drei monotheistischen Religionen entstanden, gehört es einfach dazu. Danach arbeitete sie in Jerusalem als Journalistin und Kunstkritikerin für die israelische Zeitung Ha’aretz. Danach, zwischen 1977- 1980, arbeitete sie als Dozentin an der Bezalel Art Academy, Jerusalem, und am Visual Center, Beer Sheva. Vielleicht kann ich sagen, dass diese 3 Jahre als weiterte Vorbereitung für den dritten Berufsweg, der der Kuratorin waren. Denn seit 1980 kuratiert sie nämlich  Ausstellungen in Deutschland und Israel, zuletzt „About Stupidity, The Phenomena of Stupidity as Observed by Artists“,Petach Tikva Museum of Art, Israel (2013) und „Conflicts, the Problems of Other People”, Herzliya Museum of  Contemporary Art, Israel (2014).
Machen Sie diese Titel der Ausstellungen nicht genau so neugierig wie mich? Auf jeden Fall Doreet LeVitt hat mit ihren Ausstellungen immer Diskussionen und heftige Debatten ausgelöst und heute ist sie bei uns? Ist das nicht wunderbar?

Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von:
Dem Kasseler Kulturform,
Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit,
den vier Kasseler Verlagen: Furore, euregio, Merseburger und PAN Verlag und
artisan, dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur
in Rothenditmold und Nord-Holland e.V. gegründet wurde er 2009.

Im Anschluss gibt es, wie immer, ein  selbstgemachtes Brunch für Sie mit Liebe vorbereitet. Wir laden Sie also ein, die  Gelegenheit zu nutzen sich über das Erlebte und Gehörte miteinander und mit Doreet de Vitte Harten auszutauschen.
Ich wünsche uns allen einen wunderbaren  Nachmittag.

Dieses kleine eindrucksvolle Orchester, möchte  ich sagen, hat uns nicht nur erfreut sondern auch überrascht.

 

44. KULTURSALON
Dialog und Spannung
Der Künstler Mehmet Güler zu Gast beim Kasseler Kultursalon

7. Dezember 2014, 16.30 Uhr im Furore
Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Dirk Schwarze im Gespräch mit Mehmet Güler

Musik:
Duos für Geige und Cello über türkische  Volksweisen
Elvan Schumann, Geige
Manfred Schumann, Cello

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Habutués unseres Salons, liebe Freunde von Mehmet Güler seien Sie herzlich willkommen in unserem 44. Kultursalon, dem letzten dieses Jahres. Ganz besonders gilt es natürlich unsere besonderen Gäste des Abends, Mehmet Güler und sein Frau Miriam, sowie das Musiker Ehepaar Elvan und Manfred Schumann, die uns mit Musik auf diesen Abend einstimmen und begleiten werden, zu begrüßen, und natürlich Dirk Schwarze, der das Gespräch mit Mehmet Güler führen wird.
Da heute viele neue oder seltene Gäste gekommen sind, möchte ich Ihnen doch etwas über unseren Kasseler Kultursalon erzählen.

Gegründet wurde er 1998, von Renate Matthei und Waltraud Wesselmann.
Inzwischen sind in der ganzen Republik Salons wieder in Mode gekommen, aber hier in Kassel hat sie wohl begonnen, die Tradition moderner Salons. Es ist eine altmodische Einrichtung, die es ermöglicht, interessante kulturelle, politische und gesellschaftliche Fragen der Gegenwart in einem altmodischen Rahmen zu betrachten, und sich so im Spannungsfeld von Tradition und Moderne zu bewegen. So hat auch unser heutiger Salon den Titel: Dialog und Spannung.
Seit dem ersten Salon sind wir auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Unsere Themen sind vielfältig und weit gestreut.  So haben wir in den 16 Jahren über Beberbeck, Kulturförderung, Kassler Familien, wie die Rosenzweigs, Literatur gesprochen, über Musik, Luise Greger ist in diesem Salon musikalisch wieder auferstanden, oder die Kasseler Musiktage und ihr  künstlerischer Leiter waren zu Gast bei uns, über Stadtplanung haben wir diskutiert mit Christian Kopetzki, oder dem Büro Speer aus Frankfurt und ihr Konzept für die MHK. darstellende Kunst mit Hildegard Schwarz, oder Penny Yassour, Documentakünstlerin und Bode Preisträgerin oder eben heute Mehmet Güler oder, sie alle und viele andere haben wir eingeladen.  Und immer in ungezwungener Atmosphäre, hier können Sie sich untereinander über das Gehörte austauschen, mit Künstlerinnen und Künstlern, mit kreativen Menschen unserer Stadt ins Gespräch kommen.

Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von:
• Dem Kasseler Kulturform
• Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
• den vier Kasseler Verlagen: Furore, Euregio, Merseburger und pan Verlag

Und seit drei Jahren ist auch artisan dabei.

Irgendwie sind wir auch ein bisschen stolz auf  diese lange Tradition, die uns heute den 44.  Kasseler Kultursalon beschert. Und da wir die Kultur in Kassel nicht nur unterstützen und  gestalten, sondern auch an ihr teilnehmen, gehen wir auch jedes Jahr ganz brav zur Verleihung des Kasseler Kulturpreises sowie vor einigen Tagen auch.  Wir freuen uns immer mit den Geehrten und fragen uns dennoch, jedes Jahr aufs Neue, sind wir zu alt für den Preis, zu etabliert, zu  traditionell? Die Antwort haben wir noch nicht gefunden. Aber offene Fragen sind ein Teil unserer Salonkultur. So jetzt aber zu unserem heutigen Salon.  Eingeladen haben wir Mehmet Güler, Maler, Grafiker und Buchillustrator. Mehmet ist kein Unbekannter in Kassel, und ich werde Ihnen Mehmet Güler auch nicht vorstellen, über ihn, sein Werk, seinen Schaffensprozess werden Sie im Gespräch mit Dirk Schwarze erfahren. Aber erlauben Sie mir noch einige Worte zu den  Musikern zu sagen.

Elvan Schumann

wurde  in Istanbul geboren. Mit zehn Jahren begann sie ihren Violinunterricht am Staatskonservatorium Istanbul. Nach ihrem
Abschluss in Istanbul wechselte sie an die Hochschule für Musik in Detmold, wo sie ihre künstlerische Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Danach studierte sie Kammermusik und schloss auch dieses Studium mit Auszeichnung im Februar 2005 ab. Sie gewann Wettbewerbe und ist seit 2003 am Staatsorchester Kassel.


Manfred Schumann

stammt aus Füssen im Allgäu und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren bei seinem Vater, später an der Musikhochschule Stuttgart.  Es folgte ein weiteres Studium in  Karlsruhe. Es folgten verschiedene Meisterkurse. Von 1993 und 1995 war Manfred Schumann Mitglied des Schleswig-Holstein- Musikfestivalorchesters und 1996 Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Orchestermusiker in Baden-Baden. Seit 1995 ist er Mitglied des Staatsorchesters Kassel, seit 2004 als stellvertretender Solocellist.

Was erwartet sie heute Abend?
Es erwarten Sie heute türkische Volksweisen eines zeitgenössischen türkischen Komponisten.
Ein Gespräch zwischen Mehmet Güler und Dirk Schwarze.
Ein selbstgemachtes und mit Liebe für Sie vorbereitetes und Buffet und viele gute Gespräche. Und beim Büffet können Sie sich mit
unserer eigenen kleinen Galerie, unser Salongeschichte die Zeit vertreiben und mehr über unsere 44 Salons erfahren. Genießen Sie den Abend.

Noch etwas: Falls Sie sich gewundert haben über meine sehr sichtbaren grünen Strümpfe, dann wollte ich damit noch ein Stück türkische Alltagskultur in den Salon der Hochkultur bringen. Erworben wurden sie auf einem echten türkischen Markt in Berlin. Wir sind eben türkisch all around.

Viel Freude und viele neue Erkenntnisse, das wünschen wir Ihnen für den heutigen Abend.
Und nun Musik und dann zu Dirk Schwarze und Mehmet Güler.

 

43. K U L T U R S A L O N
Trotz allem sollt Ihr Euch vergnügen
Der Franz-Rosenzweig-Gastprofessor Philip Bohlman zu Besuch
12. Juli 2014, 19.00 Uhr im Furore Verlag, Naumburger
Str. 40, 34127 Kassel

 

Vortrag, Gedichte und Lieder
Szenische Bilder aus Viktor Ullmanns
„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ (1944)

Musik
Christine Wilkie Bohlman
Lecturer für Klavier und Kammermusik
an der University of Chicago

Philip Bohlman
Mary Werkman Distinguished Service
Professor of Music and the Humanities
an der University of Chicago / Franz-Rosenzweig-Gastprofessor,
Universität Kassel

Seinen Sie
alle herzlich begrüßt zu unserem 42. Kasseler Kultursalon.  Schön,
dass Sie gekommen sind zu diesem ganz besonderen Salon. Ganz
besonders herzlich begrüße ich unsere special guests heute Abend:   Christine
Wilkie-Bohlman und Philip Bohlman aus Chicago!!
Unser Salon wird
international, das Bedarf eines besonderen Applauses.
Ich bin Eva Schulz-Jander von Kasseler Kulturforum.
In Kassel gibt es an der Univ. eine inzwischen 28-jährige Tradition,
die der Franz-Rosenzweig-Gastprofessur. Sie erinnern sich
vielleicht, dass wir den  38. Salon Franz Rosenzweig gewidmet haben.
So haben wir vom Kasseler Kultursalon die Gelegenheit genutzt, um
den gegenwärtigen Gastprofessor in unseren Sommersalon einzuladen.

Für alle, die zum ersten Mal in unserem Salon sind, möchte ich noch
etwas über das Konzept des Salons sagen. Ein Salon ist ein Raum in
dem, wir uns in ungezwungener Atmosphäre,  mit Anderen über
kulturelle Themen im weitesten Sinne austauschen können.  Der
Kasseler Kultursalon war und ist, seit seiner Gründung 1998, auf der
Suche nach neuen Wegen in der Kultur.  Unser Salon ist ein
geselliger Ort, an dem keine fertigen Konzepte uns beschäftigen,
sondern die Prozesse, das Offene, das noch Wandelbare, die Wege zum
künstlerischen Objekt, ganz gleich ob es sich um Literatur, Malerei,
oder Musik handelt.
Der Titel des heutigen Salons mag Sie überrascht haben. Mal ganz
ehrlich, wie viele von Ihnen kennen das Prosagedicht Rilkes. Ist es
nicht wunderbar, dass zu uns aus Chicago kommt? Es ist ein
Jugendwerk, geschrieben im Rausch in einer Nacht, es hat etwas
Unfertiges, Stürmisches, Prozesshaftes und Wandelbares, also für
unseren Salon geeignet. Und Ullmann, wie Sie in der Einladung
gelesen haben, hat er sein Melodram In Theresienstadt 1944
komponiert. Es ist sein letztes Werk. In Theresienstadt, dem Ort des
Schreckens, der Menschenverachtung war es die Kunst, die den
Menschen ihre Würde bewahrte. Es ist eigentlich unfassbar, wie
unerschütterlich Viktor Ullmann an die andere deutsche Kultur zu
glauben nicht aufhörte
, sagte Norbert Ely im
Deutschlandfunk.  Es ist ein Werk des Trotzes, „Trotz allem sollt
Ihr Euch vergnügen“.
Die Macht der Kunst ist unermesslich.
„Möge die Kunst auch Täuschung und Illusion sein, schrieb Schiller,
ein „Reich der Träume“, aber grade in dieser Täuschung lebt die
Wahrheit fort.“
  Dieses Werk erschließt uns eine Wahrheit,
die wir heute entdecken können in der Darbietung von Christine
Wilkie-Bohlman und Philip Bohlman, die ich Ihnen jetzt noch
vorstellen möchte.
Christine Wilkie Bohlman unterrichtet Klavier und Kammer
Musik an Universität von Chicago. Als Pianistin gilt ihr besonderes
Interesse der Kammer- und der Tastenmusik des 18. Und 20.
Jahrhunderts. Sie studierte unter anderem mit Menachem Pressler,
Aiko Onishi, und Russell Sherman.
Ihre öffentlichen Auftritte
waren bei Tufts University, der University of Texas, der American
Academy in Berlin, sowie an der Universität der Künste Berlin.
Zusammen mit Philip Bohlman bereitet sie eine Aufnahme von Viktor
Ullmann’s Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph
Rilke
und Oskar Fried’s Die Auswanderer  vor.
Aber heute ist sie erst Mal bei uns und wir freuen uns sehr.

Philip
Bolhman –
Rosenzweiggastprofessor ist  ebenso wie seine Frau,
Professor an der Univ. of Chicago unterrichtet aber auch in Hannover
und war als Gastprofessor in Freiburg und an der Humboldt-Univ.
Berlin. Zu seinen Forschungsgebieten gehören die jüdische Musik und
Kultur in der Moderne.  Er zählt zu den herausragenden
Musikethnologen der Gegenwart. Aber nicht nur die Theorie und die
Forschung sind Philip Bohlmans Gebiete, nein auch der künstlerischen
Praxis gilt seine Leidenschaft. Er ist Gründer und künstlerischer
Leiter der New Budapest Orpheum Society, mit dem  er
erst kürzlich in Berlin war. Das Ensemble widmet sich höchst
erfolgreich der Wiederbelebung jüdischen Kabarett-Traditionen des
20. Jahrhunderts.

Im
Anschluss gibt es, wie immer, ein selbstgemachtes Buffet, für Sie
mit Liebe vorbereitet. Wir laden Sie also ein, die Gelegenheit zu
nutzen sich über das Erlebte und Gehörte miteinander und mit den
Künstlern auszutauschen.

Ich wünsche uns allen einen wunderbaren Abend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


v. l. Elvan Schumann (Violinistin),
Mehmet Güler (freischaffender Künstler),
Dr. Eva Schulz-Jander
(Vorstand Kasseler Kultur Forum),
Renate Matthei (Verlegerin),
Dirk Schwarze
(Vorsitzender documenta-Forum), Manfred Schumann (Cellist)

 

42. K U L T U R S A L O N


Bilder
Neue Zeichnungen
Cyanotypien
8. Dezember 2013, 16.30 Uhr
im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Die Künstlerin Hildegard Schwarz
im Gespräch mit Claudia Arndt

Seinen Sie alle
herzlich begrüßt zu unserem 42. Kasseler Kultursalon,  Ich bin Eva
Schulz-Jander von Kasseler Kulturforum.  Vor zwei Tagen war Nikolaus
und vielleicht haben Sie sich alle daran erinnert, wie Sie als
Kinder diesen Tag erlebt haben, manche habe
n
sich gefreut belohnt zu werden, weil sie brave Kinder gewesen sind,
andere fürchteten sich, weil sie viel Unsinn gemacht hatten, Lehrer
und Eltern geärgert und nun vielleicht überhaupt keine Süßigkeiten
bekommen könnten.  Nun da Sie erwachsen sind, brauchen Sie sich
nicht mehr zu fürchten sondern kommen einfach zu unserem Kultursalon
und Sie werden belohnt, egal wie gut oder böse Sie das Jahr über
gewesen sind.  Wir belohnen sie heute, dafür, dass Sie uns treu
bleiben, die Kunst, das Ungewöhnliche, das Prozeßhafte und das
Kreative schlechthin lieben und schätzen.
An den Wänden
sehen sie Werke von Hildegard Schwarz, die ich ganz besonders
begrüßen möchte, ebenso Claudia Arndt, ihre
Gesprächspartnerin.  Willkommen bei uns in der Naunburger Str. in
Rothenditmold.
Nun sollen sich Ihre Augen, Ihre Seele Ihre Phantasie erfreuen an
den Bildern, Zeichnungen und Cyanotypien von Hildegard Schwarz, die
ich Ihnen kurz vorstellen möchte.
Geboren wurde sie in Kassel, sie studierte Innenarchitektur und
parallel dazu Malerei in Kassel und Hannover, wo sie Examen machte.
Hildegard Schwarz hat als Innenarchitektin und Kunsterzieherin
gearbeitet, bevor sie sich 1995 als Malerin und Zeichnerin
selbständig machte.  Seit 2005 hat sie ein wunderschönes Atelier in
der Alten Hammerschmiede. Einzel- und Gruppenausstellungen in
Saarbrücken, Speyer, Kassel und Darmstadt machten ihr Werk einem
größeren Publikum bekannt.
Wenn Sie so das Werk von Hildegard Schwarz betrachten, dann sehen
Sie, dass sie sich vieler Medien bedient. Sie zeichnet, fotografiert
und malt.  Und was interessiert sie? Es sind die alltäglichen
Gegenstände, denen sie eine gewisse Würde verleiht, ganz vertraute
Dinge, denen wir täglich begegnen und kaum beachten, sie werden
verzaubert, regen unsere Phantasie an, wenn wir sie mit den Augen
von Hildegard betrachten.  Steine, verwelkte Blätter, Federn.  Sie
selbst sagt, sie hat eine „poetische Sicht auf die –Dinge.“ Und dann
das Blau, und was für ein blau, Himmel, Meer, der Mantel der
Jungfrau Maria, ja Blau ist vielleicht die poetischste,
metaphorischste aller Farben, sie führt uns ins Transzendente.  Und
was sind Cyanotypien? Das verrate ich Ihnen nicht. Das werden Sie
sicher erfahren im Gespräch, das Claudia Arndt jetzt gleich mit
Hildegard Schwarz führen wird.  Aber wer ist Claudia Arndt?  Das
verrate ich Ihnen.
Claudia Arndt ist vor allem eine sehr vielseitige Frau.  Geboren in
Trier, Abitur in Berlin, Ausbildung und wechselnde Engagements als
Schauspielerin, Arbeiten als Grafikerin am Junges Theater Berlin,
sie führte eine Ladengalerie, mit Namen Eloise, hat Kindermöbel
entworfen, als Raumgestalterin gearbeitet, und eine
Schülertheatergruppe gegründet, sie illustrierte ein Kinderbuch,
studierte an der Hochschule für Künste in Berlin, machte ihr
Referendariat und den Abschluss als Kunstpädagogin, arbeitet als
Pädagogin an öffentlichen Schulen in Rheinland-Pfalz und Berlin und
kam nach Kassel und zu uns in den Kultursalon.
Aber bevor Sie dem Gespräch zuhören können, sage ich Ihnen noch
etwas zu unserem Salon.
Seit 1998 suchen wir
im Salon nach neuen Wegen in der Kultur in unserer Stadt und
Umgebung.  Keine fertigen Konzepte, sondern Prozesse, das Offene,
noch Wandelbare interessiert uns und unsere Gäste. In ungezwungener
Atmosphäre, bei einem selbstgemachten Büffet, das wir mit Liebe für
Sie vorbereitet haben, können Sie sich untereinander und mit den
Künstlerinnen und Künstlern, kurzum mit kreativen Menschen unserer
Stadt austauschen.


Noch etwas

dieses ist unser Nikolaussalon, folglich Haber wir auch Geschenke
für Sie.  Dh. Hildegard Schwarz hat Päckchen, „Kunsttüten“ für sie
gepackt.  Und da Sie erwachsen sind, können Sie diese für fast
garnichts erwerben und anderen damit eine Freude machen.  Es gibt
große für 20,00 €  und kleine für 15,00 € mit jeweils einer
gerahmten Cyanotopie.  So können Sie Ihre eigene Cyanotypie, ein
Wort, das vor heute Abend wahrscheinlic
h
kaum kannten, mit nach Haus nehmen und sich daran freuen, an den
Wolken, dem Wasser, den Schnüren, Landschaften oder Bäumen.

So nun wünschen wir
Ihnen viel Freude und gute Gespräche.

41. K U L T U R S A L O N


„Auf den Schwingen der Nacht“
Die Kasseler Komponistin
Luise Greger (1862–1944)

23. August 2013, 19.30 Uhr
im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Begrüßung: Dr. Eva Schulz-Jander
Über die Zeiten hinweg – Begegnung mit meiner Ururgrossmutter:
Dorothea Greger

Luise Greger: Auf den Schwingen der Nacht op.125 Nr.1, Der blinde
Sänger op.24, Irgendwoher ein Lied op.74, Frau Königin op.54,
Trinklied op.26, Vor Nacht op.50, Auf den Schwingen der Nacht op.125
Nr.1

Musik: Jochen Faulhammer, Bariton; Vera Osina, Klavier

Dieser Abend war einem Liedzyklus von Luise Greger gewidmet.
Luise Greger die große Kasseler Komponistin, von der die Kasseler
Post am 27. 12. 1932 noch schrieb: Die Stadt Kassel kann stolz
darauf sein, Deutschlands bedeutendste lyrische Tondichterin der
Gegenwart zu ihren Einwohnern zu zählen.“ Danach entschwand Luise
Greger auf den Schwingen der Nacht im Bewusstsein der Musikwelt und
der Kasseler Öffentlichkeit, bis sie wieder, ironischerweise über
Amerika heimkehrte nach Kassel, wo Dr. Helmut Greger und der Furore
Verlag ihr einen großen Empfang über Jahre hinweg vorbereiteten. Und
am 23. August 2013 wurde im Kasseler Kultursalon eines dieser
homecoming Feste gefeiert.. Es geschah ganz im Stile von Luise
Greger – in einem Salon. Auch sie veranstaltete in ihrer Wohnung,
Wilhemshöher Allee 259, (das Gebäude der Deutsche Bank heute) Salons
in denen sie als Interpretin ihrer Liedkompositionen auftrat.
Heute kann sie nicht mehr auftreten, deshalb wurden der Bariton
Jochen Faulhammer und die Pianistin Vera Osina eingeladen, ihre
Musik zu interpretieren. Die Ururenkelin der Komponistin, Dorothea
Greger las aus den Briefen Luise Gregers und so entstand die
lebensfrohe, kreative und humorvolle Person ihrer Ururgroßmutter vor
den Gästen.

Dr. Eva Schulz-Jander (Vorstand Kasseler Kultur Forum), Vera
Osina (Klavier), Dorothea Greger (Lesung), Jochen Faulhammer,
Bariton



Enthüllung der Gedenktafel für Luise Greger
1. September 2013
Wilhelmshöher Allee 259, Kassel

Am Sonntag, 1. September, wurde am Haus Wilhelmshöher Allee 259
eine Gedenk­tafel für Luise Greger in Anwesenheit der hessischen
Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und der
Kasseler Stadträtin Anne Janz enthüllt. Greger hatte viele Jahre in
diesem Haus gelebt und dort musikalische Salons veranstaltet. Die
Gedenktafel ist ein weiterer Baustein zur angemessenen Würdigung
dieser bedeuten­den Kasseler Komponistin. Bereits im Juli 2013
konnte der Luise-Greger-Weg entlang der Drusel eingeweiht werden.
Dr. Helmuth Greger, der Urenkel der Komponistin, dankte im Namen der
Familie allen Beteiligten, die sich für die Gendenktafel eingesetzt
hatten. Dazu gehörte das Kasseler Kulturforum, das mit der
Vorsitzenden Eva Schulz-Jander auch den festlichen Rahmen für die
Enthüllung gestaltete. Das Classic Brass Ensemble Schauenburg
spielte unter der Leitung von Roland Sälzer zur Feier des Tages die
Ouvertüre der Greger-Oper „Gänseliesel“, von Martin Forciniti für
Blechbläser bearbeitet

Rede zur Enthüllung der Tafel für Luise Greger am 1.
September 2013
Dr. Eva Schulz-Jander

Sehr geehrte Frau Staatsministerin, Eva Kühne Hörmann, sehr geehrte
Stadrätin, Anne Janz, Frau Ortsvorsteherin Anja Lipschick,
liebe Familie Greger von fern und nah, welcome to the American
branch of the family, sehr geehrte Damen und Herren,

wir stehen hier vor dem Gebäude der Deutschen Bank, das einst das
Haus war, in dem Luise Greger 28 Jahre lang, vor 1911 bis 1939
lebte. Luise Greger, Luise Greger die große Kasseler Komponistin,
von der die Kasseler Post am 27. 12. 1932 noch schrieb: Die Stadt
Kassel kann stolz darauf sein, Deutschlands bedeutendste lyrische
Tondichterin der Gegenwart zu ihren Einwohnern zu zählen.“ In dieser
Wohnung, hier oben in der 3. Etage, veranstaltete sie ihre Salons,
in denen sie als Interpretin ihrer eigenen Lieder auftrat.
Die Ehrung heute hat eine lange Vorgeschichte. Ich werde nie
vergessen, wie Renate Matthei, Barbara Gabler und ich an einem total
verschneiten Abend im Januar 2004 unter widrigsten Umständen zu
Helmut Greger nach Haus fuhren, um die ersten Noten aus der
legendären Kiste, die jahrelang auf dem Boden vor sich hin
schlummerte, zu studieren. Das war der dramatischen Anfang der
langen Geschichte, nein nicht nur Geschichte sondern der dann
Liebesgeschichte des Kasseler Kulturforums und Luise Greger. Am 05.
Dezember 2004 widmete dann das Kasseler Kulturforum den
Weihnachtssalon Luise Greger. Hier erklangen ihre Lieder wieder in
Kassel nach fast 70 Jahren. Aber es ging weiter – es fanden Konzerte
in der Christuskirche, der Ev. Akademie Hofgeismar, im
Friedrichsgymnasium und vor einer Woche im Kasseler Kultursalon,
organisiert vom Kasseler Kulturforum, statt. Und es geht weiter,
Liebe ist beständig, in just zwei Tagen am 07. September wird ihre
Oper Gänseliesel aufgeführt. Luise Greger ist dank der Familie
Greger in Kassel und dem Kulturforum heimgekehrt nach Kassel. Sie
sitzt sicher auf einer flaumigen Wolke, baumelt mit den Beinen und
freut sich, wenn sie nicht sogar mitsingt.
Wir freuen uns, dass Sie heute gekommen sind, um Luise in ihrer
Wohnung willkommen zu heißen und mit uns ihre Heimkehr zu feiern.

 

Gruppenfoto vor dem ehemaligen Wohnhaus von Luise Greger
Über die Enthüllung der Gedenktafel freuen sich: Mitglieder der
Familie Greger, (links im Bild), Ministerin Eva Kühne-Hörmann
(6.v.r.), Verlegerin Renate Matthei (5.v.r.), Stadträtin Anne
Janz (4.v.r), Eva Schulz-Jander, Vorstand Kasseler Kulturforum
(r) sowie Dr. Helmut Greger (2.v.r) und Christiane Stoffelshaus,
eine geborene Greger (3.v.r).
© Kasseler Kultur Forum; Foto: P. Bräutigam

Luise Gregers Märchenoper Gänseliesel

7. September 2013 im Kasseler Augustinum

Die Wiederentdeckung der Oper Gänseliesel der Kasseler
Komponistin Luise Greger ließ aufhorchen. Die Märchenoper wurde am
7. September 2013 nach 80 Jahren „Dornröschenschlaf“ im
ausverkauften Kasseler Augustinum aufgeführt und bezauberte alle
Anwesenden, unter ihnen die hessische Ministerin für Wissenschaft
und Kunst, Eva Kühne-Hörmann. Von der Uraufführung im Stadttheater
Baden-Baden 1933 war nur der Klavierauszug der Oper erhalten
geblieben. Dr. Eva-Schulz-Jander vom Veranstalter Kasseler Kultur
Forum beschrieb in kurzen Sätzen den weiten Weg von diesem
Klavierauszug bis zur Aufführung, die dank des Engagements der
Familie Greger und des Furore Verlages sowie der finanziellen
Unterstützung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
und der Kasseler Bank im Kasseler Jubiläumsjahr stattfinden konnte.

In der Oper verbinden sich hohe musikalische Qualität mit
stilistischer Vielfalt, Witz und anrührenden Momenten. Die
Instrumentierung des überlieferten Klavierauszugs für Oktett durch
Barbara Gabler, die das Werk auch dirigierte, wurde von der Kritik
als „ideale Besetzung“ bezeichnet. Drei Bläser (Ulrike Driedger
(Flöte), Wolfram Boder (Klarinette), Klaus-Dieter Ammerbach
(Fagott)), dazu vier Streicher (Rüdiger Spuck und Wolfgang Bender
(Violine), Gisela Bender (Viola), Regine von Lühmann (Kontrabass))
sowie Martin Forciniti (Klavier) zeigten ihr herausragendes
solistisches und kammermusikalisches Können. Klaus Schützmannsky,
der das Libretto neu bearbeitet hat, stellte in seiner originellen
Inszenierung zauberhafte Schattenspiele mit überraschenden
Lichteffekten zusammen. Bei dem Aufführungskonzept hatte man auf das
belebende Zusammenwirken von „begleitenden“ Berufsmusikern und
„berufenen“ GesangssolistInnen gesetzt, die mit Begeisterung in die
Rollen der Elfen und Waldgeister schlüpften. Orthey Stoll als Liese,
Lasse Fischer als Peter, Monika Wendrich als Erzählerin und viele
weitere wurden mit herzlichem Applaus bedacht.
Die Musiknummern der Oper sind humorvoll und kurzweilig
zusammengestellt. Wie die flüchtigen Elfen lässt Luise Greger auch
an jeweils passender Stelle musikalische Geister kurz vorbeiziehen:
Einmal winkt Schönberg, Strauß ist beim Elfentanz dabei, und
plötzlich zeigt Mussorgsky sein grimmes Gesicht – aber kaum hat man
die verehrten Kollegen erkannt, geht es weiter mit einem Lied im
Volkston – als wäre nichts gewesen. Die Oper enthält verschiedene
Motive, die auch in den Grimmschen Märchen vorkommen, aus „Hänsel
und Gretel“, „Rotkäppchen“ und „Der Froschkönig“. Das in
Vergessenheit geratene Bühnenwerk hat das Potential, künftig in den
großen Opernhäusern Deutschlands gespielt zu werden.

Luise Greger (1862-1944) hatte zu Lebzeiten in der deutschen und
europäischen Musikwelt einen Namen. Die gebürtige Greifswalderin
lebte seit 1894 in Kassel. Sie komponierte über 100 Lieder, welche
sie größtenteils im Eigenverlag und teilweise in mehrfachen Auflagen
veröffentlichte. Der Großgattung Oper näherte sie sich erst spät;
der Klavierauszug ihrer Märchenoper Gänseliesel trägt die Opuszahl
170.
Vor kurzem wurden der Komponistin zwei besondere Ehrungen zuteil: Am
20. Juli 2013 wurde der Kasseler Fußweg zwischen Niederwaldstraße
und Baunsbergstraße in „Luise-Greger-Weg“ umbenannt und am 1.
September diesen Jahres wurde vor dem ehemaligen Wohnhaus Luise
Gregers in der Wilhelmshöher Allee 259 in Kassel eine Gedenktafel
für die Komponistin feierlich enthüllt. In diesem Haus lebte sie von
ca. 1911 bis 1939. Hier veranstaltete sie musikalische Salons, in
denen sie auch als Interpretin ihrer zahlreichen Liedkompositionen
auftrat.

Barbara Gabler
(Neuinstrumentierung und Dirigat), Klaus Schützmannsky
(Librettist), Wolfgang Osse (Vorstandsmitglied Kasseler Bank),
Eva Kühne-Hörmann (hessische Ministerin für Wissenschaft und
Kunst), Dr. Eva Schulz-Jander (Vorstand Kasseler Kultur Forum),
Renate Matthei (Verlegerin Furore Verlag), Dr. Helmut Greger
(Urenkel der Komponistin). (Foto: Peter Bräutigam)

KULTURSALON 40



„Secret of the Seven Stars“

Weltpremiere der neuen CD mit Live Präsentation1. September 2012,
19.30 Uhr
im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Die KomponistInnen Hope Lee & David Eagle
und der Musiker Stefan Hussong
im Gespräch mit Dr. Wolfram Boder

Mit ihrem Orchesterwerk „Secret of the Seven Stars“ schlägt
die chinesisch-kanadische Komponistin Hope Lee einen Bogen von
chinesischer Musiktradition zu westlicher Instrumentalkultur. Beim
Internationalen Festival zum 100. Geburtstag von John Cage wurde es
am 7. September in Halberstadt aufgeführt.
Bereits eine Woche vor diesem Event konnte der 40. Kasseler
Kultursalon mit hochkarätigen international renommierten Gästen
glänzen, die zum Cage Geburtstag nach Deutschland gereist sind. Das
Komponistenehepaar Hope Lee und David Eagle präsentierte erstmalig
ihre neue gemeinsame CD „Secret of the seven stars“. Die
musikalischen Beispiele aus den Werken von Eagle und Lee machten
eindrucksvoll deutlich, warum diese beiden KomponistInnen weltweit
so hohes Ansehen genießen. Für musikalische Höhepunkte sorgte mit
Stefan Hussong einer der profiliertesten Akkordeonisten der Welt,
der maßgeblichen Anteil an dem großen Interesse hat, das sein
Instrument in den letzten Jahren in der Neuen Musik genießt.

KULTURSALON 39



„Parfüm ist wie die Liebe. Ein bißchen ist nie genug.“

Estée Lauder

29. April 2012, 19.30 Uhr
im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Über das Geheimnis des Duftes
Parfümeur Geza Schön

Musik: Martin Wenning

Einen unterhaltsamen Abend bereitete der in Kassel geborene
Berliner Parfumeur Geza Schön den Gästen des Kasseler Kultursalons.
Der 42-Jährige ist Parfumeur, einer der wenigen Selbstständigen in
der Branche.
Bereits im Alter von 13 Jahren konnte er mehr als hundert Düfte
voneinander unterscheiden. Heute ist er dafür berühmt, ein Parfüm
nur mit einem einzigen Duftstoff herzustellen. „Es ist wie beim
Kochen“, so Schön. „Weniger Zutaten sind besser.“
Schöns Leidenschaft aber sind Düfte jenseits des Massengeschmacks,
und das zeigte der seinem Publikum am Salonabend. Dabei lässt er
sich gerne von ebenso außergewöhnlichen Menschen inspirieren. Das
war schon vor Jahren so, als er gemeinsam mit der Künstlerin und
Duftforscherin Sissel Tolaas die Gerüche verschiedener Berliner
Stadtteile in Düfte übersetzte.

KULTURSALON 38



Kasseler Familien

11. Dezember 2011, 19.30 Uhr
im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Thema: Franz Rosenzweig
Vortrag: Dr. Eva Schulz-Jander
Musik: Barbara Gabler, Cello, Regine von Lühmann, Kontrabass

Das Thema dieses Abends war die Familie Rosenzweig. Dr. Eva
Schulz-Jander stellte die Familie und vor allem den berühmten Sohn,
den Religionsphilosophen, Franz Rosenzweig vor. Die Familie
Rosenzweig kam, wie so viele jüdische Familien in Deutschland aus
dem Osten, aus Litauen. Assimilierte sich in Deutschland, entfernte
sich vom Judentum und schaffte in drei Generationen den Aufstieg –
vom Kerzenzieher zum international vernetzten Unternehmer.
Kommerzienrat Georg Rosenzweig, Vater von Franz Rosenzweig, war
Stadtverordneter und Inhaber der Lackfabrik Baumann und Rosenzweig
in der Unteren Königsstr. 58. Franz Rosenzweig studierte
Philosophie, promovierte mit einer Arbeit über Hegel, die heute noch
ihre Gültigkeit hat und schrieb sein philosophisches Hauptwerk, Der
Stern der Erlösung im Schützengraben des ersten Weltkrieges. Es
wurden vier Spuren im Leben und Schaffen Franz Rosenzweigs verfolgt:

  • Der Vorzug der Praxis vor der Theorie. Jeder Gedanke hatte
    Folgen im Leben des Philosophen;
  • Die Dialogphilosophie. Franz Rosenzweig gilt als einer der
    Begründer der Dialogphilosophie;
  • Die Auseinandersetzung mit Judentum und Christentum.

1922 erkrankte Franz Rosenzweig an Lateralsklerose. Aber selbst
diese Krankheit, die ihn ans Bett fesselte und total lähmte, konnte
seinen regen Geist nicht lähmen. Er übersetzte, gemeinsam mit Buber,
einen großen Teil der hebräischen Bibel ins Deutsche, führte eine
rege Korrespondenz, und blieb weiter im „Gespräch“ mit den Freunden.
Er starb 1929, 43-jährig, in Frankfurt. Seine Frau Edith und sein
Sohn Rafael konnten dem Holocaust entkommen und flohen nach
Palästina.

 

KULTURSALON 37



Licht und Schatten   Schrift und Sprache

2. Juli 2011, 19.30 Uhr
im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Die Künstlerin Carola Ruf im Gespräch mit Eva Schulz-Jander

Musik: Buch der Klänge von HANS OTTE, gespielt von JI-YOUN
SONG.

„Heute Abend werden wir etwas mit Ihren Wahrnehmungsebenen spielen,
sie etwas durcheinander wirbeln. Licht und Schatten, Schrift und
Sprache, Buch der Klänge. Und dazu haben wir zwei Frauen eingeladen
die Musikerin JI-YOU SONG und die bildende Künstlerin CAROLA RUF
Die Künstlerin CAROLA RUF ist, ihre Sprache verrät es, in Heilbronn
geboren und studierte anfangs ganz brav in Freiburg Sport und
Germanistik,
nach dem Referendariat machte sie auch noch das 2. Staatsexamen,
aber während dieser Zeit geschah es, der Wandel von der braven
Oberstudienrätin in spe. zur Künstlerin.
Sie verbrachte 4 Monate in Guatemala und lernte dort die indianische
Textilkunst bei indianischen Weberinnen kennen.
1987 kam sie nach Kassel, und Kassel ist die Stadt, die die Menschen
verwandelt, und prägt, hier traf sie die Künstlerprofessoren: Adolf
Buchleiter, Alf Schuler, El Atar und Carola Ruf, wie wir sie kennen,
ward geboren.
Danach folgten 2003 die Förderung durch die Dr. Wolfgang Zippel
Stiftung;
1996 ein DAAD Stipendium in Japan, und 2004 die Einladung als Artist
in Residence in VALPARAISO, Spanien.
Von allen diesen Stationen finden wir Spuren in ihren Arbeiten,
angefangen von der Germanistik, über die Guatamaltekischen
Weberinnen, der Aufenthalt in Japan, der Kontakt mit den Sprachen –
Spanisch, Japanisch, Englisch, alles können wir heute hier
entdecken. Erwähnen möchte ich nur noch, dass Carola Ruf zahlreiche
Einzel- und Gruppenausstellungen hatte und haben wird, Projekte wie
Kunst am Bau sind ihr nicht fremd. Nach diesem langen Vorspann gilt
es nur noch Dich Carola, ganz, ganz herzlich im 37. Kultursalon
Willkommen zu heißen.
So nun sind Sie hoffentlich neugierig geworden und wollen mehr
sehen.
Carola Ruf wird uns jetzt einen kurzen Film zu der Installation,
Schattentöne die einige von Ihnen vielleicht 2003 in der Neuen
Galerie
gesehen haben, zeigen.“ Eva Schulz-Jander

Über JI-YOUN SONG: „JI-YOUN SONG ist in Seoul, Süd-Korea geboren und
ich glaube sie war schon immer mit der Musik verwoben, mehrmals war
sie die erste Preisträgerin des landesweiten Wettbewerbes „Jugend
musiziert“ in Korea und kam 1996 nach Deutschland zum Musikstudium
erst in Kassel, dann in Detmold, wo sie ein Aufbaustudium „Neue
Musik“
begann. 2004 war sie Stipendiatin der Internationalen EnsembleModern
Akademie mit Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Da passt sie
unbedingt in unsere Tradition mit BARBARA HELLER, ZIPPI FLEISCHER,
BARBARA BRAUCKMANN etc. etc. Die Vermittlung von Neuer Musik ist ihr
wichtig und einigige von Ihnen haben Sie vielleicht schon in der
Reihe
achtmal alte brüderkirche gehört.“ Eva Schulz-Jander

 

KULTURSALON 36



Lust auf Theater? Lust auf Oper?

10. Dezember 2010
im Furore Verlag, Naumburger Straße 40, Kassel, 19:30 Uhr

Von der Kunst des Spielplangestaltens
Dr. Ursula Benzing, Leitende Musikdramaturgin und Operndirektorin
des Staatstheaters Kassel ab 2011/12

Musik
Regine Brunke, Cello

Der letzte Kultursalon des Jahres, der „Nikolaussalon“, nahm
seine Gäste mit auf eine Reise in eine andere Welt der Phantasie,
nämlich in die magische Welt des Theaters und vor allem in die Welt
der Oper. Der Salon wurde dieses Mal von Angelika Trilling
moderiert.
Fragen Sie sich in Anbetracht des Spielplans auch manchmal „Was soll
denn das nun wieder? Diese alte Kamelle?“ Die Gestaltung eines
Spielplans ist mit Sicherheit ein Prozess, und es ist eine Kunst,
ihn zu gestalten, man könnte sogar sagen eine Form des
künstlerischen Ausdrucks. Die Leitende Musikdramaturgin und
Operndirektorin ab 2011/12 am Staatstheater Kassel, Dr. Ursula
Benzing, gewährte den Gästen des Salons eine Einblick in ihre
Arbeit. Im Gespräch mit der Musikwissenschaftlerin Dr. Angelika
Horstmann stellte sie ihre Arbeit vor.

Ursula Benzing Studierte Musikwissenschaft , Kulturwissenschaft und
Französische Romanistik. Bereits während des Studiums entdeckte sie
ihre Begeisterung für die Opernwelt. Seit der Spielzeit 2007/08 ist
sie Leitende Musikdramaturgin und ab 2011/12 Operndirektorin des
Staatstheaters Kassel. Sie engagiert sich für die Vermittlung der
Oper und des Musiktheaters heute und baut dabei auf einen lebendigen
Austausch mit dem Opernpublikum. Ihre Dissertation erscheint unter
Titel „Oper ohne Worte?“ 2011 im Merseburger Verlag und
euregioverlag.

Regine Brunke absolvierte ein klassisches Cello-Studium, suchte
danach, trotz zahlreicher Konzert- und Unterrichtstätigkeit immer
wieder den Kontakt zu den verschiedensten künstlerischen Genres.
Dies führte zu eigenen Tongemälden, die vorerst Tongemälde waren,
und inzwischen als ausgearbeitete Kompositionen vorliegen. Eine
davon, „Die schlafende Schöne“, war beim Kultursalon zu hören.

KULTURSALON 35



Bauhaus in Kassel

20 Jahre Ausbildung in der Werkakademie
30. April 2010
im Furore Verlag, Naumburger Straße 40, Kassel, 19:30 Uhr

Von der Werkkunstschule zur Werkakademie
Manfred Lehmann-Rost
Grundungsvater der Werkakademie

Präsentation
Barbara Eiffert, Leiterin der Werkakademie
stellt Absolventinnen und
Absolventen vor
Matthias Blumenstein
Julia Lambertz
Magnus Ruchhöft
Miriam Schmidt

Rothenditmold wandelt sich, hier ist etwas in Bewegung, Kultur
erobert einen Stadtteil und verwandelt ihn. Genau wie in New York,
sind es die Bürger der Stadtteils, die sich zusammengetan haben um
den Wandel herbeizuführen. Zu diesem Zwecke haben Bürger und
Bürgerinnen des Stadtteils einen Verein, artisan, e.V. Verein für
Kunst und Kultur in Rothenditmold, gegründet. Sie sehen, es
geschieht etwas in Rothenditmold, und dazu gehören die Kultursalons.
Die Einladung zum 35. Kultursalon hieß: „Bauhaus in Kassel“ –
mancher mag sich gefragt haben, wie, wo, wirklich? Ja, dafür ist
eben der Kultursalon da, um die Geheimnisse der Stadt zu
entschlüsseln und darauf aufmerksam zu machen.
Der Kasseler Kultursalon konzentriert sich nicht auf fertige
Konzepte oder Kunstwerke, sondern auf die Prozesse, das Offene, das
noch Wandelbare: über die Geschichte, in der die Werkkunstschule zur
Werkakademie wurde, sollen Sie heute etwas erfahren. Sie werden auch
Absolventen und Absolventinnen der Werkakademie und Ihre Arbeiten
und Berufswege kennenlernen. Einige der Arbeiten sind heute
ausgestellt.
Im Jahr 1983 nahm Manfred Lehmann-Most als sogenannter
Gründungsvater die Fäden der alten Werkkunstschule wieder auf und
startete in die Modellphase der Werkakademie, die unter
wissenschaftlicher Begleitung der Uni Köln stattfand, und das nicht
nur in Kassel sondern auch in Hannover und Münster. Fünf Jahre lang
dauerte dieser Abschnitt, bis sich eine fundierte
Gestaltungsausbildung entwickelte und im Jahr 1990 die Kasseler
Werkakademie für Gestaltung feierlich eröffnet wurde. In diesem Jahr
wird sie 20 Jahre alt.
Seit 2006 ist Barbara Eiffert Leiterin der Werkakademie

KULTURSALON 34



Kasseler Musiktage

26. September 2009
im Furore Verlag, Naumburger Straße 40, Kassel, 20:00 Uhr

Haltet die Zeit!
Dieter Rexroth
Künstlerischer Leiter der Kasseler Musiktage

Antasten
Dieter Rexroth im Gespräch mit Dina Ugorskaja, Pianistin

Im Allgemeinen beginnt die Kultursaison in Europa im Herbst, und
so eröffnet das Kasseler Kulturforum seine Salonsaison mit Blick auf
die großen Ereignisse im Herbst, nämlich mit Dieter Rexroth, dem
künstlerischen Leiter der Kasseler Musiktage, und einer jungen
Musikerin, Dina Ugorskaja. Dina Ugorskaja ist eine gefragte
Musikerin in der Musikszene und wir werden heute Musik hören, für
die andere an anderen Orten viel Geld bezahlen müssen. Sie hat
jedoch die Zeit gefunden, zu uns in den Kultursalon zu kommen und
uns zu erfreuen mit ihrer eindrucksvollen Interpretation
musikalischer Werke von Händel, Ustwolskaja und Schumann.
Dr. Dieter Rexroth ist seit vielen Jahren im gesamten
deutschsprachigen Raum bekannt als eine der innovativsten
Persönlichkeiten im Musikleben. Sein Name steht für interessante und
überraschende Musikerlebnisse. Ebenso bekannt ist er aber auch für
die poetischen Titel, die er für die Kasseler Musiktage findet. So
in diesem Jahr: Haltet die Zeit. Wer möchte das nicht können? Proust
oder Thomas Mann haben das Thema literarisch bearbeitet. „Oh Temps
suspends ton vol, Zeit! Halte deinen Flug“, ruft der Dichter Alfonse
de Lamartine in seinem Gedicht „Der See“, Arthur Honegger hat ein
Lied mit dem Titel komponiert, aber ein ganzes Musikfestival unter
diesen Titel zu stellen, darauf kommt eben nur Dieter Rexroth.

KULTURSALON 33



Das Kasseler Fotoforum stellt sich vor



27. Juni 2009


Im Furore Verlag, Naumburger Straße 40, Kassel, 19.30 Uhr

Vortrag


Michael Wiedemann, Dr. Bettina von Andrian
und Gerd Fenner vom Fotoforum

Musik


Regine von Lühmann, Kontrabass
Barbara Gabler, Flügel und Gesang

Es ist unser 33. Kultursalon, und über diese Zahl
lohnt es sich vielleicht nachzudenken. Die 33 ist irgendwie ein
krumme Zahl, keine Zahl, der wir eigentlich besondere Aufmerksamkeit
schenken, so wie der 25, oder der 50 – alles ernste Zahlen für
Jubiläen, Gedenkfeiern, üppige Geschenke. Die 33 jedoch, eine
Primzahl, manche würden sogar Schnapszahl sagen, sie kommt sperriger
als ihre edlen Schwestern und sogar etwas krumm daher. Ganz
verschmitzt aber bringt sie Überraschendes und Unerwartetes, und Sie
müssen schon zugeben, zumindest die Saloniers und Salonières, die
bei vielen Salons unsere Gäste waren, dass wir immer wieder etwas
Neues und Überraschendes in unserer Stadt entdecken und es Ihnen im
Salon vorstellen. Hand aufs Herz, wie viele von Ihnen kannten das
Kasseler Fotoforum vor dem 33. Kultursalon?
Seit dem ersten Salon, 1998, sind wir auf der Suche nach neuen Wegen
in der Kultur. Städtebauliche Prozesse haben uns schon des Öfteren
beschäftigt, die Verwandlung von brachliegenden Industriebauten
stellte uns Christian Kopetzki vor, das Konzept der
Museumslandschaft lernten wir durch Jens Jacob Happ, Frankfurt und
Dr. Micha Röhring, Kassel besser kennen. Ingrid Lübke und einige
Studierenden ließen im 20. Kultursalon „Die 50er Jahre im neuem
Licht“ erscheinen.
Heute werden wir einen ganz anderen, aber ebenso spannenden Blick
auf die viel geschmähten und belächelten 50er Jahre werfen

 

KULTURSALON 32

KASSEL LEXIKON
08. Dezember 2008

in der Lagerhalle des Furore Verlags, Philippistraße, Kassel,
19.30 Uhr

Vortrag
Dr. Vera Lasch „Zur Entstehungsgeschichte
des Kassel Lexikons“

Musik
Rüdiger Spuck und Manuel Avila, Violine
Hartmut Steinmetz, Viola
Barbara Gabler, Violoncello und am Kontrabaß
Regine von Lühmann

Fünf Musiker und Musikerinnen aus Kassel stimmten die
geladenen Gäste mit höfischen Tänzen von Moritz Landgraf von Hessen
ein auf die große Vorstellung des Kassel Lexikons – eine Vorab-Peak
Show.
Es wirkt fast wie ein Wunder in unserer Märchenstadt, dass dieses
Lexikon, das vor ein paar Jahren kaum viel mehr als eine Idee war,
sich zu einem ausgereiften Konzept entwickelt und nun unaufhaltsam
seiner baldigen Veröffentlichung entgegenstrebt. Schon die Brüder
Grimm setzten mit ihrem „Deutschen Wörterbuch“ und den „Gesammelten
Deutschen Hausmärchen“ der Stadt ein Denkmal. Unser Kassel Lexikon
steht in dieser Tradition, ist sozusagen die dritte Denkmalsäule der
Stadt. Kasseler Bürger und Bürgerinnen haben sich dafür engagiert
wollten, dass diese Idee Wirklichkeit wird.
Das Lexikon umfasst die Geschichte der Stadt und ihrer Region vom
Beginn der schriftlichen Überlieferung im 10. Jh. bis in die
aktuelle Zeit hinein. In ca.1100 Stichwörtern werden Personen und
Institutionen, Stadtteile und Gewässer, historische, politische,
wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen zusammengefasst. Ein
solches Opus magnum kann nur in disziplinierter Teamarbeit
entstehen. Und so haben über 300 Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen, Experten und Expertinnen verschiedenster
Fachbereiche, selbstverständlich aus Liebe zum Thema recherchiert,
gesammelt, und geschrieben und das erworbene Wissen auf Lexikonlänge
reduziert. Aus Dankbarkeit an alle im Team widmen wir diesen 32.
Kasseler Kultursalon dem Kassel Lexikon und wünschen ihm im Endspurt
ein Fotofinish.

 

KULTURSALON 31

Kasseler Musiktage 2008:
INNENAUSSENINNEN In doppelter Wirklichkeit

27. September 2008
im Furore Verlag, Naumburgerstr. 40, Kassel,
19.30 Uhr

Vortrag
Dr. Dieter Rexroth

Musik
Birke Bertelsmeier

Dr. Dieter Rexroth zählt seit vielen
Jahren zu den angesehensten und innovativsten Persönlichkeiten im
Musikleben im gesamten deutschsprachigen Raum. Sein Name steht zwar
vor allem für das Musikleben, er ist aber ebenso ein Sprachkünstler.

Das Thema der diesjährigen Kasseler Musiktage, die vom 30. Oktober
bis zum 23. November statt finden, lautet: „INNENAUSSENINNEN In
Doppelter Wirklichkeit“ und der einführende Text beginnt: „Das Leben
eines jeden Menschen spielt sich in unendlich vielen Wirklichkeiten
ab.“ Wer von uns fängt nicht gleich an zu träumen bei diesem
großartigen Satz? Neben der Welt der Tatsachen gibt es die der
Träume und Ideen, Ängste und Visionen, Ahnungen und Erinnerungen,
Hoffnungen und Wünsche in der wir leben.
Seit 2001 ist Dieter Rexroth in Berlin, wo er mit großem Erfolg neue
programmatische Akzente im Musikleben der Stadt setzte. In der
Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Kent Nagano gelang es ihm,
altbekannte Werke in neues Licht zu tauchen und damit neues Publikum
in die Konzerte zu holen. Von diesem Talent profitiert Kassel in
besonderem Maße.
Auf dem 31. Kasseler Kultursalon stellte Dieter Rexroth den Gästen
die junge Komponistin BIRKE BERTELSMEIER in einem Gespräch vor,
damit diese einen kleinen Einblick erhalten in die Werkstatt einer
Komponistin. Dabei stellte sich die Frage: Ist Komponieren: „10%
Inspiration – 90% Transpiration – Komponieren heute.“?

KULTURSALON 30

Beberbeck im Gespräch
07.06.208
Villa Süßmuth, Am Bahnhof 3, Immenhausen
19.00 Uhr

Vortrag:
Vorstellung „Schloss Beberbeck Resort“
Wilfried Eckart, Geschäftsführer Besitzgesellschaft Beberbeck
Reaktion, Prof. Ingrid Lübke

Musik:
Barbara Gabler, Felix Krämer, Karoline Roth
Musik für drei Celli
Divertimento in D-Dur von Joseph Haydn

Rede anlässlich der Begehung des
30. Kasseler Kultursalons
Waltraud Wesselmann

„Verehrte Gäste,
im Namen aller Mitwirkenden begrüße ich Sie ganz herzlich und danke
Ihnen für Ihr Kommen. Das Thema unseres Salons heute heißt
„Beberbeck im Gespräch“.
Bevor wir uns dem Schloss Beberbeck zuwenden, möchte ich aber noch
auf das ganz Besondere hinweisen, was diesen Abend und diesen Salon
auszeichnet: Dieser Salon ist
unser 30. Kultursalon.
Und nicht nur das, unsere Salonkultur, unser Kultursalon feiert in
diesem Jahr den 10. Geburtstag. Und Ende November 2008 kann auch das
Kasseler-Kultur-Forum auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken.
Gute Gründe und gar eine willkommene Verpflichtung, sich ein paar
Gedanken und Erinnerungen über die zurückliegende Zeit hinzugeben.
Kultur- Salon? Salon-Kultur? Was ist das?“
> Lesen sie hier die
ganze Rede.
PDF


Die Planungen für die Umgestaltung des Schlosses Beberbeck in ein
Freizeit- und Tourismusresort sind seit einigen Jahren in vollem
Gange.
Aufgrund Ihrer Dimension und aufgrund der befürchteten Eingriffe in
bestehende Öko- und Landwirtschaftssysteme erregen sie einen hohen
Grad an öffentlicher Besorgnis.
Mit Skepsis werden die geplanten Investitionen beobachtet und die
Zerstörung einer einzigartigen Kulturlandschaft heraufbeschworen.
Zugleich werden Fragen laut, wer denn das Geld wieder in die Region
zurückbringen soll.
Daneben stehen Visionen, die der Region eine neue Infrastruktur und
Attraktivität sichern wollen. Zu einer märchenhaften
Touristik-Landschaft mit zahlreichen familienfreundlichen
Freizeitangeboten sowie einer Tagungs-, Golf- und Reitanlage
ausgebaut, besitzt das Schlossgut Beberbeck mit seiner
vortrefflichen Lage im Herzen Deutschlands das Potential Menschen
aus allen Teilen des Landes anzuziehen.
Der 30.ste Kultursalon hat sich dieser Kontroverse um Chancen und
Risiken eines Groß-Projektes mit seinen verschiedenen Auswirkungen
auf Land und Leute gewidmet. Gemäß dem Leitgedanken des
Kultursalons, keine fertigen Konzepte, Werke oder Theorien
vorzustellen, wurde ein thematischer Überblick geschaffen, den das
Publikum mit einer angeregten Diskussion begleitete.
Nachhaltigkeit versus regionale Entwicklung, touristische
Leuchttürme oder sanfter Tourismus – am Ende der Diskussion stand
die Frage eines Gastes an die Besitzgesellschaft Beberbeck: Geht es
nicht auch ein bisschen kleiner?

 


>>> Artikel in
der HNA
10.6.2008.pdf

KULTURSALON 29

Jüdische
Stiftungen des 19. und 20. Jahrhunderts in Kassel

09. Dezember 2007,
im Furore Verlag, Naumburgerstr. 40, Kassel,
19.30 Uhr

Vortrag
Frank Roland Klaube

Musik
Peer Schlechta

Mit Werken von Erik Satie, György Kurtag, Ruth Schonthal und Erik
Satie stimmte Peer Schlechta uns ein auf den Vortrag des Leiters des
Stadtarchivs in Kassel, Frank Roland Klaube. Sein Vortrag über die
„Jüdischen Stiftungen des 19. und 20. Jahrhunderts in Kassel“
schloss thematisch zwanglos an frühere Veranstaltungen zu ähnlichen
Fragestellungen an. So wurde im 1. Salon die Frage gestellt „Wie
privat kann Kulturförderung sein?“, im zweiten Kultursalon wurde
darüber diskutiert, was kommunale Kulturförderung zukünftig noch
leisten kann. Der 8. Kultursalon stellte mit Dr. Antje Vollmer, das
neue Stiftungsgesetz vor: “Stiftungsgesetz schön und gut – Trotzdem
brauchen wir mehr Mut“.
In Kassel kennen wir alle die Bürgerstiftung, die 1999 auf
Initiative der Kasseler Sparkasse gegründet wurde und inzwischen
zahlreiche Zustiftungen aufweist..
Mit dem heutigen Salon möchten wir Ihnen Mut machen, sich zu
engagieren. Das kann auf vielfältige Weise geschehen: Sie können
Zeit stiften, können zu den vielen Veranstaltungen, die in Kassel
geboten werden, hingehen, Anderen ein Forum bieten, ihre Ideen und
Produkte vorzustellen, oder Sie können selber stiften, hier helfen
auch kleinere Beträge.
In den alten jüdischen Weisheitssprüchen heißt es schon: „Wenn nicht
ich – wer, und wenn nicht jetzt — wann.“ Kassel und die Region haben
eine alte reiche Stiftertradition, eine Tradition des
selbstbewussten, verantwortungsvollen Engagements von Bürgern für
ihre Gesellschaft, daran knüpft die Kasseler Bürgerstiftung an.
Herr Klaube gab uns am 9. Dezember einen Einblick in die Geschichte,
d.h. in die Tradition der jüdischen Stiftungen des 19. und 20.
Jahrhunderts.

 

KULTURSALON 28

Kasseler
Musiktage 2007
Ein Entrée

06. Oktober 2007,
im Furore Verlag, Naumburgerstr. 40, Kassel,
19.30 Uhr

Lebenswelten Kunstwelten
Dieter Rexroth, künstlerischer Leiter der Kasseler Musiktage

Encounters
Violetta Dinescu, Komponistin
Christina Ascher, Sängerin

Das Thema der diesjährigen Kasseler Musiktage, die vom 1. bis 29.
November stattfinden, lautet: Lebenswelten – Kunstwelten, ein Thema,
das auch zu unserer Salonkultur passt, weil der Salon einen
angenehmen Teil unseres Lebens darstellt und weil wir durch ihn ganz
unterschiedliche Kunstwelten kennen lernen.
An diesem Abend erhalten Sie einen exklusiven Eintritt in die
Lebens-und Kunstwelten zweier Künstlerinnen, nämlich in diejenigen
von VIOLETTA DINESCU und CHRISTINA ASCHER.
DIETER REXROTH, der künstlerische Leiter der Kasseler Musiktage wird
Sie im Gespräch mitnehmen in den magischen Raum der Musik. Es werden
Encounters mit der Arbeit und der Person der zwei Künstlerinnen.
Doch was sind „Encounters“? Das Wort bedeutet viel mehr als
„Begegnungen“, es bedeutet auch noch „Zusammenstoß, Gefecht, auf
Widerstände stoßen“… Wir sind sehr gespannt, welchem Aspekt des
Wortfeldes wir heute begegnen werden.
Anschließend sind Sie eingeladen die Encounters weiter zu vertiefen,
bei einem selbstgemachten Büffet, das für Sie ganz persönlich von
uns ganz persönlich vorbereitet und auf malerisch dem Tisch
platziert wurde.


KULTURSALON 27


Diesseits und jenseits der documenta
30. Mai 2007
Auslieferhalle der Verlage in Rothenditmold, Philippistraße 17,
19.00 Uhr

Galerie im Lichthof
Karin Lehmann, Richterin am hessischen Verwaltungsgericht

Luftskulpturen
Rosa Reichenbach, Künstlerin

Erinnerungskisten – ein europäisches Erfolgsprojekt
Angelika Trilling, Stadt Kassel
Manfred Zalfen, Projektkoordinator

Wie könnte unser Salon, nicht auch den documenta-Faden aufnehmen und
mal schauen, was es sonst noch während der größten internationalen
Kunstshow in Kassel zu sehen und erfahren gibt? Drei von vielen
exklusiven Ereignisse der Kunstszene hat der Salon für seine Gäste
ausgewählt. Sie werden am heutigen Abend präsentiert.
Da wäre zunächst die Galerie am Lichthof. Gar nicht so weit von dem
zentralen Ort des documenta Geschehens, dem Friedericianum, liegt
der Verwaltungsgerichtshof. Und hier, am unteren Ende der
Wilhemshöher Allee, befindet sich die Galerie im Lichthof. Wussten
Sie das? Und wussten Sie, dass die Richterin Katrin Lehman hier bis
zu sechs Ausstellungen im Jahr plant und organisiert? –
Im weiteren sind an diesem Abend lichte Luftinstallationen der
Künstlerin Rosa Reichenbach im Kultursalon zu sehen. Die Künstlerin
lebt und arbeitet in der ehemaligen Villa Süßmuth, genauer gesagt im
Glasatelier. Angeregt von dem Ort, an dem mit Glas gearbeitet wurde,
in lichten, hellen, hehren Räumen, bewegten sich Rosas Arbeiten
immer mehr zum Transparenten hin. Hier entwickelte sie ihre
fabulösen LUFTSKULPTUREN.
Schließlich machen wir unsere Gäste mit einem ungewöhnlichen
künstlerischen Projekt vertraut, das bereits seit mehreren Jahren
läuft. Dies sind die sogenannten Erinnerungskisten. Angefangen hat
alles vor 2 ½ Jahren als ältere Menschen aus 7 Europäischen Ländern
eingeladen wurden Erinnerungskisten zu gestalten. Erst misstrauisch
und dann immer begeisterter kramten Menschen auf ihren Speichern,
Kellern und Koffern Erinnerungstücke heraus, die sie in die Kisten
legten, stellten, und hingen. Betreut durch einen Künstler und eine
Künstlerin wurden diese Kisten zu kleinen Bühnen, einem Guckkasten
nicht unähnlich.


KULTURSALON 26

Trauben & Kapuzinerkresse

Eine Kasseler Künstlerin in Hamburg
09. Dezember 2006, im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, Kassel,
19.30 Uhr

Malerei und Grafik
Erdmute Prautzsch
Vorgestellt von:
Dr. Thomas Klockmann

Musik:
Rike Kohlhepp, Improvisationen – Violine

Nachdem unser 25. Kultursalon den Kasseler Musiktagen gewidmet war,
wir junge Komponistinnen vorstellten und dadurch auch neue
Interessenten für zeitgenössische Musik begeistern konnten, stellen
wir Ihnen heute eine bildende Künstlerin und eine
Improvisationskünstlerin vor. Sie sind das Wagnis einer freien
Künstlerinnenexistenz eingegangen. Im Zentrum dieses Kasseler
Kultursalons steht nicht das arrivierte Werk professioneller
Künstlerinnen. Anders wird versucht, einen gewissen Work-in-Progress
Fokus herzustellen.


KULTURSALON 25


Kasseler Musiktage 2006

30. September 2006, Furore Verlag, Naumburger Str. 40, Kassel, 19.30 Uhr

„Das Göttliche im Alltäglichen“
Dieter Rexroth, Künstlerscher Leiter der Kasseler Musiktage

„Komponieren heute – Musik morgen“
Dieter Rexroth im Gespräch mit
Magdalena Buchwald
Minas Borboudakis

Musik eigene Kompositionen von:
Magdalena Buchwald, Stimme
Minas Borboudakis, Flügel

Lange dachten wir darüber nach, wie wir unseren 25. Salon feiern
sollten. Den 15., unseren Teenagersalon, haben wir mit einem
fröhlichen Fest auf dem Lande gefeiert, wie es sich eben für
Teenager gehört, aber die Silberhochzeit? das ist schon was anderes,
das bedarf einer gewissen Reife, und da haben wir nach langem
Grübeln gedacht, wir könnten, statt Silbergeschenke
entgegenzunehmen, selbst ein Geschenk machen. So entstand der
Gedanke, unseren Salon, der ja etwas Besonderes ist, einem anderem
Besonderem zu „schenken“ oder zu widmen, nämlich den Kasseler
Musiktagen 2006.
Die Kasseler Musiktage sind seit je ein Projekt im Spannungsfeld von
Tradition und Moderne und hierin treffen sie sich mit unserem
Kultursalon. Das Motto der diesjährigen Kasseler Musiktage, die vom
27. Oktober bis 5. November stattfinden werden, lautet ganz poetisch
„Das Göttliche im Alltäglichen“. Sie erhalten heute Abend ganz
exklusiv einen kleinen Vorgeschmack des Göttlichen im Alltäglichen.


KULTURSALON 24

Alternative Lebensformen – 20 Jahre Kommune Niederkaufungen

19. August 2006, Villa Süssmuth, Am Bahnhof 3, Immenhausen, 19.00 Uhr

Vorstellung der Kommune:
Birgit Zellmer
Ulli Barth

Musik:
Nicky Becker, Akkordeon

Nun mal ganz ehrlich, an was denken Sie, wenn sie das Wort Kommune
hören? Denken Sie an die Französische Kommune von 1871, als die
französischen Arbeiter die Macht in Paris übernahmen, politische
Maßnahmen umsetzten, und dann, zwei Monate später, in einem Blutbad
endeten?
Oder an die Berliner Kommune 1 mit Kunzelmann, Teufel und Langhals;
diese erste politisch motivierte Wohngemeinschaft in der
Bundesrepublik Deutschland. Gegründet als Gegenreaktion auf den
Zeitgeist der deutschen 60er-Jahre, versuchte sie die Befreiung aus
den herrschenden Strukturen. Diese Kommune bestand immerhin zwei
Jahre, von 1967 bis 1969. Uns sind vor allem die Bilder der
Kommunarden im Kopf geblieben, und keiner hat wohl den Auftritt
Teufels vor Gericht vergessen.
Und so kommen wir von Paris über Berlin nach Kaufungen und die
Kommune Niederkaufungen, um ganz korrekt zu sein. Irgendwie haben
wir es hier mit einer Steigerung zu tun, nicht einer der Städte,
nein, sondern der Zahl 2: die Pariser Kommune dauerte 2 Monate, die
Berliner 2 Jahre und die Kaufunger, – 20 Jahre, 10 Mal so lange, und
sie wird noch lange weiter bestehen. Man kann sagen – ein
erfolgreiches Konzept, in einer Tradition von 135 Jahren. Was mag
das Geheimnis sein?


KULTURSALON 23

Die Siedlung am Heilhaus

06. Mai 2006, Furore Verlag, Naumburger Str. 40, Kassel, 19.00 Uhr

Vorstellung des Heilhauses:
Stefanie Hirschfeld,
Theodor Solmsen
Angelika Selmsen-Heusterberg und Jupp Winkin
Heilhaus Stiftung Ursa Paul, Vorstand

Musik:
Till Mertens, Klavier

Das Thema des heutigen Salons: „Die Siedlung am Heilhaus“ weitet
unseren Blick auf die städtebauliche Entwicklung. Es zeigt, welche
Art von Angeboten des Rückzugs aus der Hektik des Alltags es in
Kassel neben den altbekannten gibt.
Und es offenbart Alternativen städtebaulicher Entwicklung jenseits
der vielen Verkehrshindernisse, über die wir uns nur ärgern. Wir
haben über die Nutzung von Industriebauten gesprochen, über die
Oberneustadt und die Marbachshöhe. Heute wollen wir Ihnen ein ganz
besonderes Projekt vorstellen. Es liegt direkt vor unserer Haustür,
in Rothenditmold. Wir stellen Ihnen also das drittgrößte Bauvorhaben
der Stadt vor, die neue Siedlung, die am Heilhaus gebaut wird. Das
Heilhaus ist ein ganz besonderer und vielleicht zu wenig bekannter
Ort der Ruhe und des Wohlbefindens mitten in der Stadt.


KULTURSALON 22


Zum 200. Geburtstag von Hans-Christian Andersen

4. Dezember 2005, Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel, 17.00
Uhr

Ja ich bin ein seltsames Wesen“ Hans-Christian
Andersen

Gedanken über den Märchenerzähler, Waltraud Wesselmann

Märchen von Hans-Christian Andersen vorgelesen von:
Stefan Marx und Christina Pflüger

Musik:
Andreas Köthe, Klavier

Kassel mag die Stadt der Brüder Grimm sein, der Kultursalon jedoch
möchte sich dem Kunstmärchen zuwenden und Hans Christian Andersen in
den Mittelpunkt stellen. Viele seiner Märchen kennen wir seit
unserer Kindheit. Dass sie für uns immer schöner und reicher werden,
desto älter wir werden, ist eine Entdeckung wert. Die schmale Grenze
zwischen Humor und Melancholie, zwischen Satire und Traum, die wir
in Andersens Märchen finden, können wir vielleicht als Erwachsene
erst so richtig auskosten und genießen. Anja Haferland aus Stuttgart
liest Geschichten, die uns verzaubern und fesseln, erheitern und
betrüben können. Andreas Köthe bettet die Märchen in einen
musikalischen Rahmen ein.


KULTURSALON 21


Museumslandschaft im Gespräch

27. August 2005, Im Atelier der Villa Süssmuth, Am Bahnhof 3,
Immenhausen, 19.00 Uhr

Das Konzept
Jens Jacob Happ, Frankfurt
Dr. Micha Röhring, Kassel

Reaktion
Prof. Christian Kopetzki
Dirk Schwarze, Jornalist

Das Thema „Museumslandschaft“ wird in Kassel seit geraumer Zeit
vielerorts diskutiert, kritisiert und belächelt. Es ist ein
komplexes Konzept, bei dem man sich immer wieder fragt, ob man
wirklich verstanden hat, um was es geht. Da wir unseren Salon
verstehen als einen Ort, an dem die Kunst der Konversation sich mit
aktuellen Themen verbindet, wählten wir dies als Salonthema.
Architekt und Stadtplaner Jens Jacob Happ aus dem Büro von Albert
Speer & Partner in Frankfurt und Dr. Micha Röhring, Historiker und
Planungsbeauftragter der Staatlichen Museen in Kassel stellten das
Konzept vor. Professor Christian Kopetzki, Stadtplaner und Dirk
Schwarze Journalist, beide wohnhaft in Kassel, konnten auf dieses
Konzept reagieren und ihre eigenen Fragen dazu formulieren. Dr. Eva
Schulz-Jander vom Kassler Kultursalon moderierte die Veranstaltung.


KULTURSALON 20

Kultur statt Kulturhauptstadt

21. Mai 2005, Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel, 19.30 Uhr

Zwei Kulturprojekte

Kassel: Die 50er Jahre im neuem Licht
Ingrid Lübke und StudentInnen

Zeitreisen
Wolfgang Bremeier, Verena Joos, Reinhard Karger

Während des Bewerbungsprozesses zur
Kulturhauptstadt prägten eine ganze Reihe interessanter Projekte die
Kulturszene Kassels. Um die Aufbruchstimmung, die mit der Bewerbung
ganz Kassel gepackt hatte, nicht verloren gehen zu lassen, stellt
dieser Salon zwei Projekte vor, die im Rahmen des
Bewerbungsprozesses begonnen, auch weiterhin unterstützungswürdig
erscheinen. Frau Professor Ingrid Lübke und einige Studierende
machen auf das Projekt „Die 50er Jahre in neuem Licht“ aufmerksam;
Wolfram Bremeier, Verena Joos und Reinhard Karger führen in ihr
Projekt „Zeitreisen“ ein. Verena Joos liest ein selbstverfasstes
Märchen aus dem Wolfsanger und Reinhard Karger spielt eigene
Kompositionen.


KULTURSALON
19

Kasseler Familien

05.Dezember 2004, Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel, 19.30
Uhr

Die Familie Greger
Dr. Helmuth Greger

Luise Greger, Komponistin (1862-1944)
Kerstin Reichwein

Lieder von Luise Greger
Timea Csombo, Sopan
Michael Boley, Bariton
Babara Gabler, Klavier

Das Thema an diesem Nikolausabend war die Familie
Greger. Dr. Helmuth Greger stellte die Familie vor: Luise Greger die
Komponistin und Salondame, ihren Sohn, der ein fortschrittliches
Gesundheitskonzept in Wilhemshöhe entwickelte, und ihre Urenkel, die
heute noch das tägliche Leben in Kassel prägen, einer als Arzt, der
andere als biologischer Lebensmittelfachmann. Lieder von Luise
Greger, gesungen von Timea Csombo, Sopran und Michael Boley, Bariton
wurden von Barbara Gabler am Klavier begleitet.


KULTURSALON
18

Letzte Ruhe unter Bäumen

25. September 2004,  Villa Süssmuth, Am Bahnhof 3,
Immenhausen, 19.30 Uhr

Der Friedwald
Hermann-Josef Rapp

Musik:
Fanny Hensel: 4-stimmige Chorlieder auf Texte von J. von
Eichendorff: O Herbst / Hörst du nicht die Bäume rauschen
gesungen von Ulrike Schwarz-Horst, Barbara Gabler, Felix Krämer,
Harald Brauer

Bei diesem Salon standen der Reinhardswald und seine
Nutzung im Mittelpunkt. Hermann-Josef Rapp, Förster aus
Leidenschaft, stellte den Wald vor als ein kulturgeschichtliches
Dokument, von der Bronzezeit bis in unser Jahrhundert hinein. Hierzu
gehört vor allem eine neue Bestattungskultur im Reinhardswald: der
„Friedwald“ – hier kann jeder, der möchte unter einem
selbstgewählten Baum die letzte Ruhe finden.
Gedichte von Eichendorf, vertont von Fanny Hensel und gesungen von
Ulrike Schwarz, Sopran, Barbara Gabler, Alt und Felix Krämer, Tenor
waren eine musikalische Ergänzung des Vortrags.


KULTURSALON
17

Kasseler Familien

09.Mai 2004, Furore Verlag, Kassel

Der Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz
(1909-1944) und seine Beziehungen zu Kassel

Dr. Benigna von Krusenstjern

Musik: J
Johann Sebastian Bach, Solosuite, Sonja Lehmann, Violoncello


KULTURSALON 16

Kassel auf den Weg zur Kulturhauptstadt Europa 2010

07.Dezember 2003

Vorstellung des Bewerbungskonzeptes
Reinhart Richter

mit anschließender Diskussion

Musik:
Nina D’Aubigny (*1770 in Kassel): „Amor auf der Messe“ szenisches
Lied
Timea Csombo, Kristin Hempel, Fried Frank, Gesang; Barbara Gabler,
Klavier


KULTURSALON 15

Der Kultursalon hat Geburtstag

27. September 2003, im Atelier der Villa Süssmuth, Immenhausen

Fünf Jahre Kasseler Salonkultur

Festvortrag Zur Kultur des Feierns
Barabara Weitzel

Erinnerungen
Wolfram Bremeier


KULTURSALON 14

Zwischen Resteverwertung und Neuinszenierung

12.Juli 2003, Besichtigung Henschelhallen-Furore Verlag, Kassel

Einstimmung: Besichtigung des Kasseler
Industriedenkmales
„Henschelhallen“ mit Shuttle-Service

Zur Vertiefung: Über den Umgang mit Hinterlassenschaften des
Industriezeitalters

Prof Christian Kopetzki


KULTURSALON 13

Vom Hörspiel zum Libretto

8.Dezember 2002, Furore Verlag, Kassel

Werkstattgespräch zum Thema:
Esther Dischereit, Babara Gabler und Gäste

Lesung:
Ester Dischereit

Musik:
Arien, Lieder und songs von Giacomo Puccini, Hanns Eisler und
Georg Kreisler
Renate Brosch, Sopran; Barbara Gabler, Klavier


KULTURSALON 12

Kultur in unserer Stadt

28. September 2002, in der Villa Süßmuth , Immenhausen

Viera Janárcekova und Babara Brauckmann

zu Gast in
der Villa Süßmuth

Komponistin und Interpretin im Dialog

Über eine vielschichtige Beziehung

Gesprächskonzert mit Werken von Viera Janárcekova und J.S. Bach;
Barbara Brauckmann, Violoncello


KULTURSALON 11

Oberneustadt wohin?

15.Juni 2001, Furore Verlag, Kassel

Überlegungen zu Historie und Gegenwart der Kasseler
Flaniermeile

Torsten Evers, Fa. Heinsius&Sander, Arbeitsgemeinschaft
Wilhelmsstraße

Dr. Axel Halle, Ltd. Bibliotheksdirektor Universitätsbibliothek
Kassel


KULTURSALON 10

Literarisches zur Jahreszeit

08. Dezember 2001, Furore Verlag, Kassel

Zimtsterne gelesen und zum Essen

Musik
Carlo Ghirardelli liest Geschichten von u. a. Robert Gernhardt,
Gerhard Polt, Gerd Haffmanns

Weihnachten c/o Mendelssohns


KULTURSALON 9

Am liebsten Musik

23. September 2001, im Atelier der Villa Süßmuth, Immenhausen

Matinee mit Barbara Heller
Der Komponistin Barbara Heller zum 65. Geburttag

Vidioclip Uraufführung, Colorama Film, Frankfurt

Vorstellung der Komponistin
Christina Hein

Musik:
Barbara Heller „Kartenspiele“, Christopher Dell, Vibraphon,


KULTURSALON 8

Stiftungsgesetz schön und gut – Trotzdem brauchen wir Mut

17. März 2001, Furore Verlag, Kassel

Dr. Antje Vollmar, Vizepräsidentin des Deutschen
Bundestags

Referiert über das neue Stiftungsgesetz und seine Vor- und Nachteile

Dr. Eva Brinkmann to Broxten, Stifterin
stellt Ihre neue Stiftung maecenia vor


KULTURSALON 7

Penny Yassour

09.Dezember 2000, Furore Verlag, Kassel

Penny Yassour – Arnold Bode Preisträgerin
1999, documenta X- Künstlerin

Mental Maps

Vorstellung der Künstlerin
Heiner Georgsdorf

Deutsch-englische Einführung in das Werk
Penny Yassour und Eva Schulz-Jander

Musik:
Natzuko Inada, Klavier
Kerstin Röhn, Saxophon


KULTURSALON 6

Zukunft Kultur

04.Dezember 1999, Furore Verlag, Kassel

Gespräche und Musik,
Situationsbericht und Moderation- Werner Fritsch, HNA-
Kulturredakteur

Dazu stellen sich vor
Archiv Frau und Musik
Renate Matthei

Kunsttempel
Dr. Friedrich W. Block

Vorstellung und Musik
IndiviDuo. Improvisation
Rike Kohlhepp, Violine; Thomas Reuter, Klavier


KULTURSALON 5

una serata italiana, piena di sorprese, con musica e poesie

18. September 1999, Furore Verlag, Kassel

Renate Brosch, Sopran
Karl -Friedrich Schäfer, Klavier
Sabine Wackersnagel, Schauspieler
Carlo Ghirardelli, Schauspieler


KULTURSALON 4

Zwei Künstlerinnen – Zwei Welten

12. Juni 1999, in der Villa Süßmuth, Immenhausen

Atelierbesuch bei Rosa Reichenbach und Gabriele
Hafermaas

Kurze Einführung in die Geschichte der Glashütte Süßmuth

Eine Vorstellung der Künstlerin
Volker Stockmeyer

 


KULTURSALON 3

Können wir von anderen Kulturen lernen?

12. März 1999, Furore Verlag, Kassel

Das Martiarchat der Khasi im Nord-Osten Indiens

Filmausschnitte, Musik und Vortrag
Uschi Madeisky, Filmemacherin, Frankfurt


KULTURSALON 2

Was kann kommunale Kulturförderung zukünftig noch leisten?

05. Dezember 1998, Furore Verlag, Kassel

Eine kurze Einführung in das Thema der öffentlichen
Kulturförderung gibt
Dr. Hans-Bernhard Nordhoff, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt


KULTURSALON 1

Wie privat kann Kulturförderung sein?

19.September 1998, Furore Verlag, Kassel

Kurze Einführung in das Thema private Kulturförderung
gibt Dr. Marita Haibach, Staatssekretärin a. D.

Musik
Romanze und Gavotte aus 4 Stücke op. 24 für Violoncello und Klavier
von Louise Adolpha Le Beau;
Sonja Lehmann, Violoncello; Barbara Gabler, Klavier,