KULTURSALON 45

Die Franz-Rosenzweig-Gastprofessorin Doreet LeVitte
zu Besuch beim Kasseler Kultursalon
12. Juli 2015, 12.00 Uhr im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

 

Vortrag „Kunst und Kuratorin – ein Blick hinter die Kulissen“ von Doreet LeVitteMusik:
Mel Bonis (1858–1937): Soir Klaviertrio op. 76
für Klavierquintett bearbeitet von Barbara Gabler

ManfrDi Wang, Klarinette
Wolfgang Bender, Violine
Barbara Gabler, Violoncello
Regine von Lühmann, Kontrabass
Florian Noack, Klavier

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Sonntag und freue mich, dass wir einen Teil dieses Tages zusammen verbringen können. Mein Name ist Eva Schulz-Jander vom Kasseler Kulturforum und ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Sommersalon, dem 45. Kasseler Kultursalon.Kassel, wie wir wissen, ist die Stadt der Künste und Kongresse,und wir kennen uns natürlich aus mit der Kunst, wir haben die documenta und wissen alle ganz, ganz viel über das prima donnen — rätselhafte und oft auch unberechenbare Verhalten von Kuratoren. Und es gehört zum Konzept unseres Kasseler Kultursalon, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, und unseren Gästen ein Zwiegespräch mit der Kunst in all ihren Formen, und Stadien zu ermöglichen, daher haben wir heute, an diesem wunderbaren Sommertag Doreen LeVitt die diesjährige Rosenzweig-Gastprofesorin eingeladen mit uns ihre Erfahrungen hinter und vor den Kulissen zu teilen. Es ist mir und uns allen eine ganz besondere Freude, Dich, Doreet, heute bei uns begrüßen zu können. Willkommen hier.
Genau einem Jahr, am 12. Juli 2014, verabschiedeten wir uns in die Sommerpause mit dem Salon, den Philip Bohlman der letzte Rosenzweig-Gastprofessor gestaltete und ich Ihnen versprach, dass unser Salon international, ja global wird. Philip Bohlman kam aus Chicago, Doreen LeVitt kommt heute zwar aus Berlin aber eigentlich kommt sie aus Tel-Aviv. Tel-Aviv – Berlin das hört sich doch ganz gut an.
Aber genug über die Vernetzung von Kunst, Kultur, und überhaupt, und einige Worte über unseren Salon. Der Kasseler Kultursalon war und ist, seit seiner Gründung 1998, auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Es sind nicht die fertigen Konzepte, die uns beschäftigen, sondern die Prozesse, das Offene, das noch Wandelbare, die Wege zum künstlerischen Objekt, ganz gleich ob es sich um Literatur, Malerei, oder Musik handelt. Und so ziemt es sich nahezu in unserer documenta-zentrierten Stadt, eine Kuratorin einzuladen, die ich Ihnen nun vorstellen möchte.
Nur einige Blitzlicher auf ihren beruflichen Weg. Doreet LeVitte Harten studierte Kunstgeschichte und vergleichende Religionswissenschaft in Jerusalem. Falls Sie die vergleichende Religionswissenschaft überrascht, denken Sie nur an Jerusalem, wo die drei monotheistischen Religionen entstanden, gehört es einfach dazu. Danach arbeitete sie in Jerusalem als Journalistin und Kunstkritikerin für die israelische Zeitung Ha’aretz. Danach, zwischen 1977- 1980, arbeitete sie als Dozentin an der Bezalel Art Academy, Jerusalem, und am Visual Center, Beer Sheva. Vielleicht kann ich sagen, dass diese 3 Jahre als weiterte Vorbereitung für den dritten Berufsweg, der der Kuratorin waren. Denn seit 1980 kuratiert sie nämlich Ausstellungen in Deutschland und Israel, zuletzt „About Stupidity, The Phenomena of Stupidity as Observed by Artists“,Petach Tikva Museum of Art, Israel (2013) und „Conflicts, the Problems of Other People”, Herzliya Museum of Contemporary Art, Israel (2014).
Machen Sie diese Titel der Ausstellungen nicht genau so neugierig wie mich? Auf jeden Fall Doreet LeVitt hat mit ihren Ausstellungen immer Diskussionen und heftige Debatten ausgelöst und heute ist sie bei uns? Ist das nicht wunderbar? Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von:
Dem Kasseler Kulturform, Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, den vier Kasseler Verlagen: Furore, euregio, Merseburger und PAN Verlag und artisan, dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Rothenditmold und Nord-Holland e.V. gegründet wurde er 2009. Im Anschluss gibt es, wie immer, ein selbstgemachtes Brunch? für Sie mit Liebe vorbereitet. Wir laden Sie also ein, die Gelegenheit zu nutzen sich über das Erlebte und Gehörte miteinander und mit Doreet de Vitte Harten auszutauschen.
Ich wünsche uns allen einen wunderbaren Nachmittag. Dieses kleine eindrucksvolle Orchester, möchte ich sagen, hat uns nicht nur erfreut sondern auch überrascht.