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Über den Kasseler Kultursalon
Warum einen Kultursalon in Kassel? Weil auch in Kassel eine alte
kulturelle Institution, wie die der französischen Salons des 17. und 18.
Jahrhunderts oder die der Berliner Salons des 19. Jahrhundert, wieder
belebt werden soll.
Denn mit seinen zahlreichen prominenten Ausstellungen Bildender Kunst,
seinem Literaturpreis für grotesken Humor, dem Bürgerpreis „das Glas der
Vernunft“ für herausragendes Engagement auf den Wegen der Aufklärung und
dem Weltkulturerbe des Brüder-Grimm-Nachlasses gehört Kassel längst zu
den Städten, die Kultur prägen und reflektieren. Diese Prozesse
nachhaltig zu fördern ist das Ziel des Kasseler Kultursalons.
Aber was ist ein Salon? Doris Maurer bietet folgende Definition an: „Im
weitesten Sinne stellt der Salon eine zweckfreie, zwanglose
Geselligkeitsform dar, deren Kristallisationspunkt eine Frau bildet. Die
Gäste, … die so genannten Habitués, pflegen miteinander einen
freundlichen Umgang. Sie gehören verschiedenen Gesellschaftsschichten
und Lebenskreisen an. Die Konversation über literarische, philosophische
oder politische Themen verbindet sie - Konversation als eine erlesene
Kunst der Geselligkeit, aber keineswegs nur auf l'art pour l'art-Inhalte
bezogen und vom jeweiligen Zeitgeist und den sich daraus ergebenden
Fragen nicht zu trennen.“ In dieser alten Tradition steht der Kasseler
Kultursalon.
In diesem Sinne möchte der Kasseler Kultursalon keine fertigen Konzepte,
Werke oder Theorien vorstellen, sondern regionale kulturelle
Diskussionen mit gestalten. Unsere Gäste, „habitués“, erhalten die
seltene Möglichkeit eines Einblicks in die Entstehung von Kunst- und
Kulturprojekten. Zugleich finden sie Gelegenheit, sich in ungezwungener
Atmosphäre mit Anderen auszutauschen... Zudem versteht sich unser Salon
als Plattform, die KünstlerInnen die Gelegenheit bietet, über ihre
Arbeitsprozesse mit einem interessierten Publikum zu sprechen.
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KULTURSALON 37
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