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v. l. Elvan Schumann
(Violinistin), Mehmet Güler (freischaffender Künstler),
Dr. Eva Schulz-Jander (Vorstand Kasseler Kultur Forum),
Renate Matthei (Verlegerin),
Dirk Schwarze (Vorsitzender documenta-Forum), Manfred Schumann
(Cellist)

 

47. K U L T U R S A L O N



Der türkische Messias und seine Anhänger
Sonntag, 24. Juli 2016, 1200 Uhr im Furore Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel


Dr. Eva Schulz-Jander im Gespräch mit Prof. Dr. Micha Brumlik Franz-Rosenzweig-Gastprofessor der Universität Kassel Sommersemester 2016

Musikalische Einwürfe Chasan Daniel Kempin

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Sonntag und freue mich, dass wir einen Teil dieses Tages zusammen verbringen können. Mein Name ist Eva Schulz-Jander vom Kasseler Kulturforum und ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Sommersalon, dem 45. Kasseler Kultursalon.
Vor einem Jahr, am 17. Juli 2015, verabschiedeten wir uns in die Sommerpause mit dem Salon, den Doreen LeVitt die letzte Rosenzweig-Gastprofesorin  gestaltete. Inzwischen ist es zur Tradition geworden, dass der / die Rosenzweig-Gastprofessor/inn/en den Sommersalon gestalten und so möchte ich die heutigen Gäste Prof. Dr. Micha Brumlik, Rosenzweig-Gastprofessor 2016 und Chasan Daniel Kempin ganz herzlich begrüßen.  Was ein Professor ist, wissen Sie alle aber ein Chasan ist vielleicht nicht allen bekannt.  Es ist die hebräische Bezeichnung für den Vorbeter bzw. Kantor in der Synagoge.
Nun aber, bevor ich ihnen die Gäste vorstelle, noch einige Worte über unseren Salon. Der Kasseler Kultursalon war und ist, seit seiner Gründung 1998, auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur.  Es sind nicht die fertigen Konzepte, die uns beschäftigen, sondern die Prozesse, das Offene, das noch Wandelbare, die Wege zum künstlerischen Objekt, ganz gleich ob es sich um Literatur, Malerei, Musik, oder auch Forschungsthemen handelt. Und so ziemt es sich nahezu in unserer Rosenzweig-Stadt, den diesjährigen Rosenzweig-Gastprofessor dessen Gedanken zu dem „Türkischen Messias“  noch nicht abgeschlossen sind, einzuladen, und diese zum Werk werdenden  Gedanken mit uns heute Morgen zu teilen.
Micha Brumlik, den Publizisten, Erziehungswissenschaftler und Querdenker vorzustellen ist nicht einfach, es gibt so viele Gebiete, auf den er aktiv ist, so viel zu sagen. Er ist jemand, der sich einmischt in die politischen und gesellschaftlichen, die religiösen und kulturellen Debatten.  Dies geschieht auf der akademischen Ebene ebenso wie publizistisch in den Medien, Zeitungen, Radio, Fernsehen. Seit ich mich erinnern kann ist er aktiv im christlich-jüdischen, interreligiösen Gespräch.
Geboren in der Schweiz, aufgewachsen in Frankfurt / Main, studierte er Pädagogik, Philosophie und Soziologie in Israel und Frankfurt, war an den Universitäten in Göttingen und Mainz, Assistenzprofessor in Hamburg, Prof. in Heidelberg, Direktor des Fritz-Bauerinstituts 2000 bis 2005, und von 2000-2013 Prof. in Frankfurt. Ein Teil seines Wirkens, der andere Teil der politische und publizistische – von 1989-2001 Stadtverordneter in Frankfurt für die GRÜNEN, er mischt sich ein in gesellschaftspolitische Debatten: als Gastautor bei mehreren Zeitungen, veröffentlicht Sachbücher, Essays, ist Herausgeber einer Zeitschrift.  Bekannt als eine wichtige jüdische Stimme aus und in Deutschland, all das und vieles mehr, einen zuverlässigen Freund mag ich ihn auch noch nennen.
Und Chasan Daniel Kempin?  Die melodisch-jüdische Stimme in und  aus Deutschland. Geboren in Deutschland, aufgewachsen in Darmstadt studierte anfangs klassische Gitarre und Musik in Darmstadt, anschießend Judaistik in Frankfurt und Jerusalem, wo er bereits eine Sammlung von rund 6000 jiddischen Liedern anlegte.  Daniel Kempin ist ein mutiger Musiker. Während der irakischen Raketen-Bombardements auf Israel im Golfkrieg war er dort und flog nicht zurück ins sichere Deutschland, sondern blieb bei seinen Freunden. In England und Israel besuchte er Sprachkurse in Jiddisch. Seit 1983 gibt er auch international Konzerte mit jüdischen Liedern, unter anderem in der Schweiz, in Luxemburg, Großbritannien, Polen, Russland, Litauen, Lettland, Israel und den USA. Und hat mit Kursen und Workshops zur Tradierung des Jiddischen Liedgutes beigetragen. Und heute ist er zu uns gekommen, in unseren Salon.
Sie sehen, wir haben zwei international bekannte jüdische Stimmen aus und in Deutschland heute in unseren Salon eingeladen. Den Salon der geplant und gestaltet wird von:
Dem Kasseler Kulturforum
Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Vier Kasseler Verlagen: Euregio, Furore, PAN und Merseburger
artisan, dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur
in Rothenditmold und Nord-Holland e.V.
Im Anschluss gibt es, wie immer, ein selbstgemachtes Buffet, für Sie mit Liebe vorbereitet. Wir laden Sie ein, die Gelegenheit zu nutzen sich über das Erlebte und Gehörte miteinander und natürlich mit unseren Gästen zu unterhalten.
Hören wir Ihnen nun zu, den jüdischen Stimmen.

 

46. K U L T U R S A L O N



Johann Benjamin Groß (1809–1848)
Die Wiederentdeckung des großen Komponisten der Spohr-Zeit
6. Dezember 2015, 16.30 Uhr im Furore Verlag,
Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Eva Schulz-Jander im Gespräch mit Folckert Lüken-Isberner
über seinen Ururgroßvater Johann Benjamin Groß

Musik:
Johann Benjamin Groß
Rondo aus: Sonate für 2 Violoncelli
Ballade op. 26/4 für Violoncello und Klavier
Andante aus: Zwei leichte Duette für 2 Violoncelli
Sonate für 2 Violoncelli: Kasseler Erstaufführung

Barbara Gabler, Violoncello und Klavier
Felix Krämer, Violoncello

Das Werkverzeichnis von Johann Benjamin Groß ist geprägt durch seine Kompositionen für Violoncello. Auf diesem Instrument brillierte er als Solocellist in Gewandhauskonzerten in Leipzig ebenso wie später in Petersburg. Er trug 1846/47 entscheidend zur Etablierung der bis dahin in Petersburg wenig entwickelten Streichquartettkultur bei und schrieb damit Musikgeschichte. In Leipzig musizierte Groß mit Clara Wieck und war kurzzeitig ihr Kompositionslehrer.

Mein Name ist Eva Schulz-Jander vom Kasseler Kulturforum und ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem traditionellen Nikolaussalon, dem 46. Das will was heißen 16 Jahre Kasseler Kulturtradition. Heute ist auch Nikolaustag und obwohl wir alle längst nicht mehr an den Nikolaus glauben, sind wir doch irgendwo ganz tief drinnen Kinder geblieben, und  freuen uns, am Nikolaustag etwas Besonderes vor zu haben. Für Sie ist das heute, der Kultursalon. Einige von Ihnen sind zum ersten Mal bei uns, darüber freuen wir uns und glauben, dass auch Sie bald zu einem Salonier oder einer Salonière werden. So sollen Sie auch etwas über den Salon erfahren, ehe Sie ihn live erleben. Keiner ist wie der andere –  jeder Salon ist ein künstlerisches Unikat.
Gegründet wurde der Salon 1998 und seither sind wir auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Es sind nicht die fertigen Konzepte, die uns beschäftigen, sondern die Prozesse, das Offene, das noch Wandelbare, die Wege zum künstlerischen Objekt, der verborgene Schatz, der noch gehoben werden muss, ganz gleich ob es sich um Literatur, Malerei, oder Musik handelt. Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von: dem Kasseler Kulturforum
Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit den vier Kasseler Verlagen: Euregio, Furore, PAN und Merseburger und artisan, dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Rothenditmold und Nord-Holland e.V.

Sie hörten von den verborgenen Schätzen, die gehoben werden müssen, um einen solchen Schatz handelt es sich heute im Salon.  Kassel scheint ein besonderer Ort der Schatzsuche zu sein. Die Schatzsuche ist in unserem kulturellen Gedächtnis fest verankert.  Seit der Antike begeben Menschen sich auf die Suche nach einem verborgenen Schatz, der dann aber, von teuflischen Wesen, Zwergen, Drachen oder Riesen bewacht wird. Den Nibelungenhort oder den Drachenhort kennen sie Alle.  Ja aber wir leben nicht mehr im Mittelalter und glauben weder an überirrdische Wesen noch an den Nikolaus, weshalb es sich auch um Schätze anderer Substanz handelt, denen wir nachjagen.  Nur verborgen sind sie wie die des Mittelalters. Sie erinnern sich, beim 19. Kultursalon, 2004, vor elf Jahren, stand auch ein Ur-ur-Enkel hier, Helmuth Greger und sprach über seine Ur-ur-Großmutter, Luise Greger, deren Lied- und Kompositionsschatz er gehoben hatte. Der Salon wurde zur Keimzelle der Luise Greger Renaissance.
Unser special guest heute Nachmittag / Abend ist Folkert Lüken-Isberner, den ich jetzt an dieser Stelle ebenso wie Seine Frau, ganz herzlich willkommen heiße in unserem Salon. Diesen Schatzsucher und Schatzgräber möchte ich Ihnen noch kurz vorstellen. Folckert Lüken-Isberner hat in Detmold Innenarchitektur sowie in Berlin Architektur und Stadt- und Regionalplanung studiert und arbeitete u.a. bei Hans Scharoun. Er war Assistent an der TU Berlin (Wohnungsbau und Stadtteilplanung) und an der Universität Kassel (Stadterneuerung), hatte Lehraufträge in Kassel und Fritzlar, arbeitete in einem Mieterverband und bei einem Wohnungs- und Städtebauunternehmen. Er war Fachgebietsleiter bzw. Projektleiter für regionale Entwicklungskonzepte bei dem landesgebundenen Unternehmen Hessen Agentur. Er hat Tagungen organisiert, Ausstellungen konzipiert, vieles veröffentlicht, und seit seiner Pensionierung ist er zum Schatzsucher geworden, auf der Spur der Städte und der eigenen Geschichte. Von letzterer werden Sie bald mehr erfahren. Jetzt lehnen Sie sich zurück und genießen das Rondo aus der Sonate für 2. Violoncelli von Johann Benjamin Groß.

45. K U L T U R S A L O N



Die Franz-Rosenzweig-Gastprofessorin Doreet LeVitte
zu Besuch beim Kasseler Kultursalon

12. Juli 2015, 12.00 Uhr im Furore Verlag, Naumburger Str. 40,
34127 Kassel

Vortrag „Kunst und Kuratorin – ein Blick hinter die Kulissen“ von Doreet LeVitteMusik:
Mel Bonis (1858–1937): Soir Klaviertrio op. 76
für Klavierquintett bearbeitet von Barbara Gabler

ManfrDi Wang, Klarinette
Wolfgang Bender, Violine
Barbara Gabler, Violoncello
Regine von Lühmann, Kontrabass
Florian Noack, Klavier

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Sonntag und freue mich, dass wir einen Teil dieses Tages zusammen verbringen können. Mein Name ist Eva Schulz-Jander vom Kasseler Kulturforum und ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Sommersalon, dem 45. Kasseler Kultursalon.Kassel, wie wir wissen, ist die Stadt der Künste und Kongresse,und wir kennen uns natürlich aus mit der Kunst, wir haben die documenta und wissen alle ganz, ganz viel über das prima donnen — rätselhafte und oft auch unberechenbare Verhalten von Kuratoren. Und es gehört zum Konzept unseres Kasseler Kultursalon, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, und unseren Gästen ein Zwiegespräch mit der Kunst in all ihren Formen, und Stadien zu ermöglichen, daher haben wir heute, an diesem wunderbaren Sommertag Doreen LeVitt die diesjährige Rosenzweig-Gastprofesorin eingeladen mit uns ihre Erfahrungen hinter und vor den Kulissen zu teilen. Es ist mir und uns allen eine ganz besondere Freude, Dich, Doreet, heute bei uns begrüßen zu können. Willkommen hier.
Genau einem Jahr, am 12. Juli 2014, verabschiedeten wir uns in die Sommerpause mit dem Salon, den Philip Bohlman der letzte Rosenzweig-Gastprofessor gestaltete und ich Ihnen versprach, dass unser Salon international, ja global wird. Philip Bohlman kam aus Chicago, Doreen LeVitt kommt heute zwar aus Berlin aber eigentlich kommt sie aus Tel-Aviv. Tel-Aviv – Berlin das hört sich doch ganz gut an.
Aber genug über die Vernetzung von Kunst, Kultur, und überhaupt, und einige Worte über unseren Salon. Der Kasseler Kultursalon war und ist, seit seiner Gründung 1998, auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Es sind nicht die fertigen Konzepte, die uns beschäftigen, sondern die Prozesse, das Offene, das noch Wandelbare, die Wege zum künstlerischen Objekt, ganz gleich ob es sich um Literatur, Malerei, oder Musik handelt. Und so ziemt es sich nahezu in unserer documenta-zentrierten Stadt, eine Kuratorin einzuladen, die ich Ihnen nun vorstellen möchte.
Nur einige Blitzlicher auf ihren beruflichen Weg. Doreet LeVitte Harten studierte Kunstgeschichte und vergleichende Religionswissenschaft in Jerusalem. Falls Sie die vergleichende Religionswissenschaft überrascht, denken Sie nur an Jerusalem, wo die drei monotheistischen Religionen entstanden, gehört es einfach dazu. Danach arbeitete sie in Jerusalem als Journalistin und Kunstkritikerin für die israelische Zeitung Ha’aretz. Danach, zwischen 1977- 1980, arbeitete sie als Dozentin an der Bezalel Art Academy, Jerusalem, und am Visual Center, Beer Sheva. Vielleicht kann ich sagen, dass diese 3 Jahre als weiterte Vorbereitung für den dritten Berufsweg, der der Kuratorin waren. Denn seit 1980 kuratiert sie nämlich Ausstellungen in Deutschland und Israel, zuletzt „About Stupidity, The Phenomena of Stupidity as Observed by Artists“,Petach Tikva Museum of Art, Israel (2013) und „Conflicts, the Problems of Other People”, Herzliya Museum of Contemporary Art, Israel (2014).
Machen Sie diese Titel der Ausstellungen nicht genau so neugierig wie mich? Auf jeden Fall Doreet LeVitt hat mit ihren Ausstellungen immer Diskussionen und heftige Debatten ausgelöst und heute ist sie bei uns? Ist das nicht wunderbar? Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von:
Dem Kasseler Kulturform, Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, den vier Kasseler Verlagen: Furore, euregio, Merseburger und PAN Verlag und artisan, dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Rothenditmold und Nord-Holland e.V. gegründet wurde er 2009. Im Anschluss gibt es, wie immer, ein selbstgemachtes Brunch? für Sie mit Liebe vorbereitet. Wir laden Sie also ein, die Gelegenheit zu nutzen sich über das Erlebte und Gehörte miteinander und mit Doreet de Vitte Harten auszutauschen.
Ich wünsche uns allen einen wunderbaren Nachmittag. Dieses kleine eindrucksvolle Orchester, möchte ich sagen, hat uns nicht nur erfreut sondern auch überrascht.

44. K U L T U R S A L O N



Dialog und Spannung

Der Künstler Mehmet Güler zu Gast beim Kasseler Kultursalonel
7. Dezember 2014, 16.30 Uhr im Furore
Verlag, Naumburger Str. 40, 34127 Kassel

Dirk Schwarze im Gespräch mit
Mehmet GülerMusik:
Duos für Geige und Cello über türkische Volksweisen
Elvan Schumann, Geige
Manfred Schumann, Cello

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Habutués unseres Salons, liebe Freunde von Mehmet Güler seien Sie herzlich willkommen in unserem 44. Kultursalon, dem letzten dieses Jahres. Ganz besonders gilt es natürlich unsere besonderen Gäste des Abends, Mehmet Güler und sein Frau Miriam, sowie das Musiker Ehepaar Elvan und Manfred Schumann, die uns mit Musik auf diesen Abend einstimmen und begleiten werden, zu begrüßen, und natürlich Dirk Schwarze, der das Gespräch mit Mehmet Güler führen wird. Da heute viele neue oder seltene Gäste gekommen sind, möchte ich Ihnen doch etwas über unseren Kasseler Kultursalon erzählen.

Gegründet wurde er 1998, von Renate Matthei und Waltraud Wesselmann. Inzwischen sind in der ganzen Republik Salons wieder in Mode gekommen, aber hier in Kassel hat sie wohl begonnen, die Tradition moderner Salons. Es ist eine altmodische Einrichtung, die es ermöglicht, interessante kulturelle, politische und gesellschaftliche Fragen der Gegenwart in einem altmodischen Rahmen zu betrachten, und sich so im Spannungsfeld von Tradition und Moderne zu bewegen. So hat auch unser heutiger Salon den Titel: Dialog und Spannung. Seit dem ersten Salon sind wir auf der Suche nach neuen Wegen in der Kultur. Unsere Themen sind vielfältig und weit gestreut.  So haben wir in den 16 Jahren über Beberbeck, Kulturförderung, Kassler Familien, wie die Rosenzweigs, Literatur gesprochen, über Musik, Luise Greger ist in diesem Salon musikalisch wieder auferstanden, oder die Kasseler Musiktage und ihr künstlerischer Leiter waren zu Gast bei uns, über Stadtplanung haben wir diskutiert mit Christian Kopetzki, oder dem Büro Speer aus Frankfurt und ihr Konzept für die MHK. darstellende Kunst mit Hildegard Schwarz, oder Penny Yassour, Documentakünstlerin und Bode Preisträgerin oder eben heute Mehmet Güler oder, sie alle und viele andere haben wir eingeladen.  Und immer in ungezwungener Atmosphäre, hier können Sie sich untereinander über das Gehörte austauschen, mit Künstlerinnen und Künstlern, mit kreativen Menschen unserer Stadt ins Gespräch kommen. Geplant und gestaltet wird dieser Kultursalon von:
• Dem Kasseler Kulturform
• Der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
• den vier Kasseler Verlagen: Furore, Euregio, Merseburger und pan Verlag
Und seit drei Jahren ist auch artisan dabei. Irgendwie sind wir auch ein bisschen stolz auf diese lange Tradition, die uns heute den 44. Kasseler Kultursalon beschert. Und da wir die Kultur in Kassel nicht nur unterstützen und gestalten, sondern auch an ihr teilnehmen, gehen wir auch jedes Jahr ganz brav zur Verleihung des Kasseler Kulturpreises sowie vor einigen Tagen auch.  Wir freuen uns immer mit den Geehrten und fragen uns dennoch, jedes Jahr aufs Neue, sind wir zu alt für den Preis, zu etabliert, zu traditionell?
Die Antwort haben wir noch nicht gefunden. Aber offene Fragen sind ein Teil unserer Salonkultur. So jetzt aber zu unserem heutigen Salon.  Eingeladen haben wir Mehmet Güler, Maler, Grafiker und Buchillustrator. Mehmet ist kein Unbekannter in Kassel, und ich werde Ihnen Mehmet Güler auch nicht vorstellen, über ihn, sein Werk, seinen Schaffensprozess werden Sie im Gespräch mit Dirk Schwarze erfahren. Aber erlauben Sie mir noch einige Worte zu den Musikern zu sagen.

Elvan Schumann wurde  in Istanbul geboren. Mit zehn Jahren begann sie ihren Violinunterricht am Staatskonservatorium Istanbul. Nach ihrem Abschluss in Istanbul wechselte sie an die Hochschule für Musik in Detmold, wo sie ihre künstlerische Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Danach studierte sie Kammermusik und schloss auch dieses Studium mit Auszeichnung im Februar 2005 ab. Sie gewann Wettbewerbe und ist seit 2003 am Staatsorchester Kassel.
Manfred Schumann stammt aus Füssen im Allgäu und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren bei seinem Vater, später an der Musikhochschule Stuttgart.  Es folgte ein weiteres Studium in Karlsruhe. Es folgten verschiedene Meisterkurse. Von 1993 und 1995 war Manfred Schumann Mitglied des Schleswig-Holstein-Musikfestivalorchesters und 1996 Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Orchestermusiker in Baden-Baden. Seit 1995 ist er Mitglied des Staatsorchesters Kassel, seit 2004 als stellvertretender Solocellist.
Was erwartet sie heute Abend? Es erwarten Sie heute türkische Volksweisen eines zeitgenössischen türkischen Komponisten. Ein Gespräch zwischen Mehmet Güler und Dirk Schwarze. Ein selbstgemachtes und mit Liebe für Sie vorbereitetes und Buffet und viele gute Gespräche. Und beim Büffet können Sie sich mit unserer eigenen kleinen Galerie, unser Salongeschichte die Zeit vertreiben und mehr über unsere 44 Salons erfahren. Genießen Sie den Abend. Noch etwas: falls Sie sich gewundert haben über meine sehr sichtbaren grünen Strümpfe, dann wollte ich damit noch ein Stück türkische Alltagskultur in den Salon der Hochkultur bringen. Erworben wurden sie auf einem echten türkischen Markt in Berlin. Wir sind eben türkisch all around. Viel Freude und viele neue Erkenntnisse, das wünschen wir Ihnen für den heutigen Abend. Und nun Musik und dann zu Dirk Schwarze und Mehmet Güler.

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